Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
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203
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beleidigt hatte, ohne Zweifel, weil er es nichtder Mühe werth hielt, sie zu gewinnen: so waren siefast alle bereitwillig, die Reformation in ihren Gebie.then einzuführen. In Schweden erbitterte dieTyranneyCHrlstierns des zweyten und des Erzbischoffs Troll vonUpsal die Gemüther so sehr, daß es dem Gustav Wasaleicht wurde, beyde zu vertreiben. Und da sich derPabst beyder annahm: so fand Gustav wenige Schwie-rigkeit, die Reformation einzuführen. In der Folgewurde Christiern der zweyte auch des dänischen Thronesentsetzt, da feine Aufführung ihn in Dänemark eben soverhaßt, als in Schweden gemacht hatte. Indeß wardoch noch der Pabst auf seiner Seite; und Friedrich vonOldenburg, der den erledigten dänischen Thron bestiegenhatte, rächte sich an dem Pabste, indem er dem Bey-spiele Gustav Wasas folgte.

Die Magistrate von Bern 'und Zürich hatten zwarkeine besondere Mißhelligkeit mit dem römischen Hofe.Aber einige von der Geistlichkeit hatten kurz zuvor ihrenganzen Stand durch einen mehr als gewöhnlich grobenBetrug, bey dem Volke zugleich verhaßt und verächtlichgemacht; und die Reformation wurde daher in beydenCantons ohne Schwierigkeit eingeführt.

In dieser kritischen Lage der Sache war der pabst.liche Hof nicht wenig bemüht, die Freundschaft der mäch-tigen französischen und spanischen Monarchen zu gewin-nen, wovon der letztere eben damahls auf dem deutschenKaiserchi one saß. Durch ihre Hülfe wurde er, obgleichnicht ohne viele Schwierigkeit und viel vergossenes Blut,in den Stand gesetzt, die Reformation in beyden Reichen,

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