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3 (1799)
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dem Ursprünge und Fortgange derjenigen Meinungen, aufwelche sich das Ans.hen der Kirche gründete, besser be-kannt, als ihre Gegner, und erhielten daher über diesefast in jedem Streite einige Vortheile. Die Strengeihrer Sitten gab ihnen überdieß Ansehen in den Augendes gemeinen Volks, das die Regelmäßigkeit ihrer Auf-führung mit der ausschweifenden Lebensart vieler Geist-lichen ihrer eigenen Kirche auf eine Weise verglich, welch«diese sehr gegen jene herabsetzte. Sie besaßen endlich,in einem weit Hähern Grade als ihre Gegner, die Künstedie dazu gehören, sich beym Volke beliebt zu machen,und Neubekehrte zu gewinnen, Künste, welche diestolzen, mit ansehnlichen Würden bekleideten Söhne derkatholischen Kirche, lange als unnütz und verächtlich ver-nachlässigt hatten. Die neuen Lehren empfahlen sich deneinen durch ihre Gründe, den andern durch ihre Neu-heit; bey einer noch großem Anzahl wurde ihnen durchden Haß und die Verachtung gegen die Geistlichkeit derherrschenden Kirche, Eingang verschafft; bey den aller-meisten aber wirkte die leidenschaftliche, schwärmerische,obgleich oft gemeine und pöbelhafte Beredsamkeit, mitwelcher diese Lehren vorgetragen wurden.

Allenthalben war der Fortgang, den die neuen Leh-ren machten, so groß, daß Fürsten, welche eben da-mahls mit dem römischen Hofe zufälliger Weise entzweyetwaren, sehr leicht durch Hülfe derselben Mitte! fanden,die Macht derKirche, welche, nachdem sie dieVerch.rung der niedrigern Volksklassen einmahl verloren hatte,beynahe ganz vertheidigungslos war, in ihren Län-dern zu vernichten. Da der römische Hof einige der kiel-nrrn Fürsien, in dem nördlichen Theile von Deutschland

belei-