Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
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201
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Hunde. Sie weigerten sich, das mindeste von dem zukosten, was durch die Berührung eines mit dem Bann-flüche Beladenen verunreinigt werden war. Höchst wahr-scheinlich war es die Geistlichkeit seines eigenen Landes,welche seine Bedienten so handeln lehrte.

Der Anspruch, den der römische Hof auf die Ver-gebung der großem Kirchenpsründcn machte, ein An-sprach, zu dessen Vertheidigung er mehr als einmahl dieThrone der größten christlichen Reiche erschüttert hat, wur-de auf diese Weise noch vor der Reformation in vielenTheilen Europens, entweder gewissen Einschränkungenunterworfen, oder von ihm gänzlich ausgegeben. Seitder Zeit hat die Geistlichkeit weniger Gewalt über dasVolk, und dieRegierung hat mehr Einfluß auf die Geist-lichkeit. Diese hat also weder die alte Gewalt, noch diealte Neigung mehr, den Staat Zu beunruhigen.

Bis zu diesem Grade war dasAusehen der römischenKirche schon herabgesunkcn, als die zur ReformationAnlaß gebenden theologischen Streitigkeiten in Deutsch-land ihren Anfang nahmen, und sich bald durch alle eu-ropäischen Lander verbreiteren. Die neuen Lehren wur-den allenthalben von dem Volke mit großem Beyfallsaufgenommen, und von den Predigern, die sie vortru-gen, mit allem dem schwärmerischen Eifer ausgebreitet,der fast immer den Parteygeist belebt, wenn er sich gegenein durch Zeit und Gewohnheit befestigtes Ansehen auf-lehnt. Diese Lehrer, ob sie gleich vielleicht in andererRücksicht nicht gelehrter waren, als die Theologen, wel-che den Glauben der alten Kirche vertheidigten, wegendoch, wie es scheint, mit der Kirchmgcschichke und mit

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