iy8
Geistlichkeit, durch den größer» Theil von Europa, aufeben die Weise, wie sie die Macht des hohen Adels zer-stört harten. In den Erzeugmssen und Waaren, wel-che dadurch geliefert wurden, fand die Geistlichkeit,so wie der Adel , Gegenstände, die sie gegen ihr über-stüßiges rohes Erzeugniß eintauschen konnten, und siefanden dadurch zuerst Mittel, ihre großen Einkünfteauf ihre eigenen Personen zu verwenden, oder andere^eute an dem Genusse derselben einen beträchtlichen An-theil nehmen zu lassen. Ihre Mildthätigkeit wurdenach und nach weniger ausgebreitet, ihre Gastfreyheitweniger verschwenderisch. IhreAnhänger und die vonihr Abhängigen wurden also weniger zahlreich, undschwanden nach und nach völlig hinweg. Nun wünschrte auch die Geistlichkeit, wie die weltlichen Gutsbesitzer,von ihren Ländereyen höhere Renten zu bekommen;um den neuen Zusatz auf gleiche Weise, wie ihre bishe-rigen Einkünfte, auf die Befriedigung ihrer persönli-chen Eitelkeit und Sinnlichkeit wenden zu können.Aber diese Erhöhung fand nur statt, wenn sie ihrenUnterfassen die Ländereyen auf lange Zeit in Pacht ga-ben; und hierdurch wurden diese großenthcils von ih-nen unabhängig, — die Bande des Interesse, welchedie untern Volksklassen bis dahin an die Klerisey ge-knüpft hatten, rissen auf diese Weise, oder löseten sichauf. Sie rissen und löseten sich sogar eher, als dieähnlichen Bande, durch welche eben diese Volksklassenan den weltlichen Baronen hingen. Denn da die kirch-lichen Pfründen größtentheils kleiner als die Güter deshohen Adels waren: so war der Inhaber jeder Pfrün-de noch weit eher im Stande, das ganze Einkommenderselben auf seine eigene Person zu wenden. Wah-rend