Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
197
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In demjenigen Zustande, welchen die Dinge fastLurch ganz Europa vom zehnten bis zum dreyzehntenJahrhunderte, auch einige Zeit vor und nach dieser Pe-riode hatten, konnte die Verfassung der römischen Kir-che als das fürchterlichste Vündniß angesehen werden,Las je gegen das Ansehen und die Sicherheit der bür-gerlichen Regierung ist geschlossen worden, einBündniß, das zugleich eine Verschwörung gegen dieVernunft, die Freyheit und das Glück derVölker war;weil alle diese Vorzüge nirgends gedeihen können, wonicht die bürgerliche Obrigkeit mächtig genug ist, siezu beschützen. Vermöge dieser Verfassung war dergröbste Betrug des Aberglaubens von dem Privakin-reresse einer so großen Anzahl von Personen unterstützt,Laß er über alle Gefahr, von der menschlichen Ver-nunft angegriffen zu werden, erhaben war. Dennwäre es dieser auch gelungen, einige der groben Be-Lrügereyen des Aberglaubens, selbst vor denAugen desgemeinen Volks aufzudecken: so würde sie doch nie-mahls die Bande des Privatinterefse haben zerreißensönnen. Wäre also die Hierarchie nie von andernFeinden, als durch die schwachen Waffen der Vernunftang, griffen worden: , so hätte sie von ewiger Dauerseyn können. Aber dieses unermeßliche und so fest ge-gründete Gebäude, das durch alle mcnschlicheWeisheitund Tugend nie hätte erschüttert werden können, wur-de durch den natürlichen sauf der Dinge von selbst zu-erst geschwächt und dann zum Theile zerstört; und läßtfetzt voraussehen, daß es in wenigen Jahrhundertenvielleicht ganz ui Trümmern zerfallen wird.

Die allmähligen Fortschritte in Manufakturen,Künsten und Handel zerstörten die weltliche Macht der

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