Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
188
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Sicherheit vctleihen. Denn wenn die Soldaten nichtAusländer, sondern aus den zahlreichen niedrigen Volks-klaffen genommen sind, (welches letztere fast immer derFall ist) so werden auch sie sehr leicht durch jene Kirchen-lehrer verführt werden können. Die Revolutionen,welche die unruhige griechische Geistlichkeit ohne Unterlaßzu Constantinepcl veranlaßte, so lange das morgenlän-dische Kaiserthum dauerte die Zerrüttungen, welchewahrend mehrerer Jahrhunderte die Streit - und Herrsch-sucht der römischen Klerisey in allen europäischen Reichenstiftete, sind hinlängliche Beweise, wie unsicher der Zu-stand eines Lanoesherm ist, in dessen Lande Eine Kirchedie herrschende ist, und der auf die Geistlichkeit dieserKirche keinen bestimmten und immerwährenden Ein-fluß hat.

Glaubensartikel, so wie alle andere geistliche Ge-genstände, gehören ganz augenscheinlich nicht unter dieGerichtsbarkeit des Landeshcrrn, der nurzurBeschüßung,aber nicht zur Belehrung des Volks die erforderlichen Ei-genschaften hak. In Absicht solcher Gegenstände also istsein Ansehen selten groß genug, um dem Ansehen dervereinigten Geistlichkeit das Gegengewicht zu halten.Und doch kann oft die öffentliche Ruhe und seine Sicher-heit von den Lehrsätzen abhängen, die sie über dergleichenGegenstände zu verbreiten für gut befindet. Da er nunselten, mit hinlänglichem Gewicht und Ansehen, sich denEntscheidungen der Geistlichkeit in solchen Sachen wi-dersetzen kann: so ist es nothwendig, daß er auf dieseEntscheidungen Einfluß habe. Und Einfluß kann erdarauf nur durch die Hoffnung und Furcht haben, die erbey den einzelnen Gliedern der Geistlichkeit zu erregenim Stande ist. Diese Hoffnung kann keine andere seyn,

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