Geistes und der Sitten haben) welche man von Leutenvom Stande, und selbst zuweilen die, welche man vonGelehrten fordert, — wenn sie gleich wachsam genugsino, die ihnen untergebene Geistlichkeit in gehörigerZucht und Ordnung zu halten, geben sich doch selbst mitder Unterweisung des Volks sehr wenig ab.
„Die meisten der Künste und Arbeiten, welche den„Beruf eigener Stände in der bürgerlichen Gesellschaft„ausmachen, (sagt einer der berühmtesten Philosophen„u»d Geschichtschreiber unserer Zeit) *) sind von der„Beschaffenheit, daß, indem sie das Beste der Gesell-schaft befördern, sie auch gewissen einzelnen Personen„nützlich oder angenehm sind; und in diesem Falle sollte„cö sich die Obrigkeit zur beständigen Maßregel machen,„diese Künste oder diese ArbeitSzwei'ge, — ausgenom'„wen vielleicht, wenn sie zuerst in einem Lande einge-führt werden— sich selbst zu überlassen, und die Er-„munterung derselben ruhig von dem Eigennütze derjeni-gen zu erwarten, die persönlich davon Vortheil ziehen.„Die Künstler, wenn sie ihren Gewinn durch die Zu-friedenheit und den, Beyfall ihrer Kunden vermehrt„finden, werden von selbst ihre Geschicklichkeit so weit„zu treiben, und ihren Fleiß so sehr anzustrengen suchen,„als möglich ist; und da alsdann der natürliche Gang„der Sachen nicht durch ein unzeitiges Dazwischenkom-„men deS obrigkeitlichen Ansehens gestört wird: so kann„man fast sicher seyn, daß Menge und Beschaffenheit
„der
*) Man sehe Hums kiüsry c>5 LnZIanä, Vo>. IV. x. zo. (Isn-äon ,77;. z.)