Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
173
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Geistes und der Sitten haben) welche man von Leutenvom Stande, und selbst zuweilen die, welche man vonGelehrten fordert, wenn sie gleich wachsam genugsino, die ihnen untergebene Geistlichkeit in gehörigerZucht und Ordnung zu halten, geben sich doch selbst mitder Unterweisung des Volks sehr wenig ab.

Die meisten der Künste und Arbeiten, welche denBeruf eigener Stände in der bürgerlichen Gesellschaftausmachen, (sagt einer der berühmtesten Philosophenu»d Geschichtschreiber unserer Zeit) *) sind von derBeschaffenheit, daß, indem sie das Beste der Gesell-schaft befördern, sie auch gewissen einzelnen Personennützlich oder angenehm sind; und in diesem Falle sollte sich die Obrigkeit zur beständigen Maßregel machen,diese Künste oder diese ArbeitSzwei'ge, ausgenom'wen vielleicht, wenn sie zuerst in einem Lande einge-führt werden sich selbst zu überlassen, und die Er-munterung derselben ruhig von dem Eigennütze derjeni-gen zu erwarten, die persönlich davon Vortheil ziehen.Die Künstler, wenn sie ihren Gewinn durch die Zu-friedenheit und den, Beyfall ihrer Kunden vermehrtfinden, werden von selbst ihre Geschicklichkeit so weitzu treiben, und ihren Fleiß so sehr anzustrengen suchen,als möglich ist; und da alsdann der natürliche Gangder Sachen nicht durch ein unzeitiges Dazwischenkom-men deS obrigkeitlichen Ansehens gestört wird: so kannman fast sicher seyn, daß Menge und Beschaffenheit

der

*) Man sehe Hums kiüsry c>5 LnZIanä, Vo>. IV. x. zo. (Isn-äon ,77;. z.)