wandt werden. Kaum sind seine Eltern im Stande,ihn während der Jahre der Kindheit zu erhalten. So,bald er nur etwas zu arbeiten im Stande ist, muß er sich ^auch gleich auf eine Arbeit legen, mit der er Brot ver-dient. Diese Arbeit, mit der er oft sein ganzes übrigesLeben zubringt, ist gemeiniglich von der andern Seite syeinfach und ohne Abwechselung, daß sie d'm Verstands'wenig zu denken giebt; und sie erfordert von der anderneinen so sauern und unablässigen Fleiß, wenn er sich da,von ernähren will, daß ihm weder Zeit noch Lust, an ir,gcnd etwas anders zu denken, geschweige dann sich auf ek»was anderes ernstlich zu legen, übrig bleibt.
Aber obgleich in keiner bürgerlichen Gesellschaft,welche einige Fortschritte in der Cultur gemacht hat, dergemeine Mann eben so gut, als die Personen aus denhöher« Ständen unterrichtet seyn kann: so lassen sich dochdie wesentlichsten Theile des Unterrichts, Lesen, Schrei-ben und Rechnen, den Kindern in einem so frühen Al»ter beybringen, daß auch die ärmsten und zu den niedrig-sten Arbeiten erzogenen, noch diese drey Sachen lernenkönnen, ehe sie zu irgend einer jener Arbeiten fähig wer-den. Es kostet dem Staate nur einen sehr geringen Auf-wand, um dieser ganzen großen Volksklasse, die Er-werbung d-eser unentbehrlichen Geschicklichkeitsn zu er»leichtern, sie dazu aufzumuntern, und sie gewissermaßennothwendig zu machen.
Erleichtern kann der Staat die Erlernung dieserdrey Stücke, indem er in jedem Kirchspiele, oder in je-dem Bezirke kleine Schulen errichtet, worin Kinder umein so geringes Geld unterrichtet werden, daß auch dergemeinste Tagelöhner es ohne Mühe ausbringen kann.
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