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3 (1799)
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herausbringen kann, wurde mit dem größten Fleiße be-arbeitet.

Nachdem diese beyden Wissenschaften von einan-der abgesondert worden waren, gab ihre Vergleichungnatürlicher Weise einer dritten, der Ontologie, ihrenUrsprung, derjenigen Wissenschaft, welche von dender Körper - und Geisterwelt gemeinschaftlichen Begrif-fen und Eigenschaften handelt. Aber wenn schon dergrößte Theil der Metaphysik und Geistcrlchre der Schu-len auf Spitzfindigkeiten und Sophistercyen hinauslief:so war das Spinncngewebe der Ontologie, - die manauch zuweilen zur Metaphysik rechnete, ganz darauszusammengesetzt.

Der vornehmste Gegenstand der Untersuchung inder alten Moral, war die Frage: worin die Glückselig-keit und Vollkommenheit dcö Menschen bestehe, sowohlwenn man ihn bloß einzeln als Individuum, als wennman ihn als Mitglied einer Familie, eines Staates,oder des menschlichen Geschlechts betrachtet. In dieserPhilosophie wurden die menschlichen Pflichten als dieMittel zur Erreichung menschlicher Glückseligkeit undVollkommenheit betrachtet. Aber nachdem die Moralsowohl, als die Naturlehre bloß die Vorbereitung zurTheologie wurde: fing man an, auch die menschlichenPflichten vornehmlich als Mittel zur Glückseligkeit in ei-ncm künftigen Leben anzusehen. Nach der Philosophieder Alten, brachte die Tugend ihrem Besitzep schon indiesem Leben die größte Glückseligkeit zuwege, deren derMensch fähig ist. Nach der Philosophie der Neuernstand sie gemeiniglich, oder fast immer, der Glückseligkeitdes jetzigen Lebens entgegen: und der Himmel mußte

durch