Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
137
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Sprache, da diese mit der klassischen Gelehrsamkeit gar-nicht zusammenhing, und außer dem alten Testamentkein einziges geschätztes Buch in ihr geschrieben war,folgte gemeiniglich erst dem EursuS der Philosophie, undwurde nicht eher angefangen, als bis der Studirendein die theologischen Schulen eintrat.

Ursprünglich wurden die Anfangsgründe der grie-chischen und hebräischen Sprache auf den Universitätenselbst gelehrt; und auf einigen geschieht es noch. Aufandern, und zwar auf den meisten erwartet man jetzt,daß der Studirende, welcher sie besucht, schon dieKenntniß der Anfangsgründe beyder Sprachen mitbrin-«ge. Aber das fortgesetzte Studium derselben und ih»rer Litteratur macht noch jetzt allenthalben, einen be-trächtlichen Theil des Universitäten-Unterrichts aus.

Die alte griechische Philosophie war in drey großeTheile getheilt, die Ethik, Physik und Logik. DieseEintheilung scheint der Natur der Sache vollkommenangemessen. ,

Die großen Erscheinungen der Natur, der regel-mäßige Lauf der himmlischen Körper, Finsternisse, Ko-meten: Donner, Blitz und andere außerordentliche Me-teore; die Erzeugung, das Leben, das Wachsthum undder Untergang von Thieren und Pflanzen, sind Gegen-stände, die, so wie sie natürlicher Weise den Menschenin Erstaunen setzen, ihn auch neugierig machen, die Ur-sachen derselben zu erforschen. Im Anfange versuchtees der Aberglaube, dieser Neugierde Genüge zu thun,indem er alle diese wunderbaren Ereignisse der unmittel-baren Einwirkung der Götter zuschrieb. In der Folge

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