gemeiniglich am besten gelehrt werden. Wenn ein jun-ger Mensch in eine Fccht-oder Tanzschule geht: seistes zwar nicht immer der Fall, daß er ein guter Tänzeroder Fechter wird; aber er lernt doch immer tanzen undfechten. Der gute Erfolg des Unterrichts auf einerReitbahn ist weit zweifelhafter. Die Unkosten, welche
dieselbe erfordert, sind so groß, daß Reitschulen an den-meisten Oertcrn öffentliche Anstalten sind. Die dreywesentlichsten Grundlagen einer gelehrten Erziehung,Lesen, Schreiben und Rechnen werden Kindern nochjeht weit häufiger von Privat - als von öffentlichen Leh-rern beygebracht, und fast jedermann erlangt diese Ge-schicklichkeiten wirklich in dem Grade, in welchem seineUmstände es erfordern.
In England find die Schulen wert weniger verdor-ben , als die Universitäten. In den Schulen lernt dieJugend Lateinisch und Griechisch, oder kann es lernen;und zu mehr machen sich die Lehrer auf denselben nichtanheischig, so wie auch nicht mehr von ihnen erwartetwird. Auf den Universitäten hingegen findet die Ju-gend oft keine Gelegenheit in denjenigen Wissenschaftenunterrichtet zu werden, zu deren Unterrichte diese gelehr-ten Körper eigentlich bestimmt sind. Der Löhn desSchullehrers hängt in den meisten Fällen größtentheils,und in einigen ganz allein von den Honorn ien oder vondem ab, was ihre Schüler ihnen bezahlen. Schulenhaben kein ausschließendes Privilegium. Um den Ma-gister- oder Doctor-Titel zn erhalten, ist eö nicht noth-wendig, daß der Candidat ein Zeugniß beybringe, daßer so und so viele Jahre auf irgend einer öffentlichenSchule siudirt habe. Wenn er bey der Prüfung nur
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