Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
132
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die Schüler in allen Fallen Zu einem solchen Betrage!»gegen ihn zu nöthigen, als wenn er der vortreflichstefeiner Art wäre. Sie scheint in den Lehrern die voll-kommenste Weisheit und Tugend, und bey den Lernen-den die größte Schwäche und Thorheit vorauszusehen.Und doch giebt es, glaube ich, kein Beyspiel, daß da,wo Lehrer wirklich ihre Pflicht thun, ihre Schüler,(wenigstens dem größten Theile nach,) je an Ach-tung gegen sie haben fehlen lasten. Keine Schul-Po-lizeygcseHe sind nöthig, um die fleißige Besuchung sol-cher Vorlesungen zu erzwingen, die wirklich des Zu-hörenö werth sind; wie dieß die Erfahrung allenthalbenzeigt, wo es dergleichen Vorlesungen giebt. Für Kin-der und sehr junge Knaben kann zwar unstreitig zuwei-len Zwang nöthig seyn, um sie zum Fleiße und zurAufmerksamkeit bey demjenigen Unterrichte zu nöthigen,der ihrem Alter unentbehrlich ist, und doch noch so we-nig anziehendes für sie hat. Aber nach dem zwölftenoder dreyzehnten Jahre muß, wenn der Lehrer seineSchuldigkeit thut, die innere Annehmlichkeit eines gu-ten Unterrichts einen jungen, von der Natur nicht ver-wahrlostem Menschen, auch ohne äußern Zwang zurfleißigen Besuchung desselben bewegen können. In derThat besitzt der größere Theil junger Leute so viel Edel-muth, daß er nicht nur den Unterricht seiner Lehrer,wenn diese nur einigen Eifer zeigen, ihm nützlich zuwerden, hochzuschätzen und zu rühmen, sondern ihnenauch viele grobe Vernachlässigungen ihrer Pflichten zuvergeben, und ihre Fehler vor dem Publicum zu ver-bergen geneigt ist.

Man findet, daß diejenigen Theile der Erziehung,für welche keine öffentliche Lehranstalten vorhanden sind,

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