Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
68
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gehen, ziemlich gut in Ordnung gehalten; und si« sindik einigen Provinzen sogar in besserm Stande, alsder größte Theil der Heerstraßen Englands, auf wel-chen Wezezölle bezahlt werden. Das aber, was wirQueer - Straßen nennen, das heißt, der beyweitem größere Theil aller Landstraßen , wird gänzlichvernachlässiget, und ist an vielen Orten für schweresFuhrwerk schlechterdings unfahrbar. Auf einigen istes sogar gefährlich zu Pferde zu reisen; und die einzigesichere Art fortzukommen ist, sich und seine Waarenauf Maulesel zu laden. Die Ursache ist begreiflich.Der stolze Minister eines prachtvollen und eiteln Ho-sts, kann oft ein Wohlgefallen daran finden, eine gro-ße Heerstraße , die von dem vornehmsten 'Adel gesehenwird , wodurch er sich das Lob desselben, und oft des-sen Beystand zu Unterstützung seines Credits am Hofeverdienen kann, mit aller Pracht und Herrlichkeit zuerbauen. Aber eine Menge kleiner, ähnlicher Stra-ßenbaue zu besorgen, an welchen nichts gethan werdenkaum, was ins Auge fiele, nichts, was die Bewunde-rung irgend eines Reisenden erweckte, kurz Baue, diesich durch nichts, als ihre große Nützlichkeit empfeh-len, ist ein in aller Rücksicht so kleinliches und niedri-ges Geschäft, daß es der Aufmerksamkeit eines so ho-hen Beamten ganz unwürdig scheint. Unter einer sol-chen Staatsverwaltung werden Anstalten der Art im-mer gänzlich vernachlässiget«

In China und in verschiedenen andern asiatischenReichen , nimmt die vollziehende Gewalt, die Ausbesse-rung der Landstraßen und die Unterhaltung der schiffba-ren Kanäle selbst über sich. In den Anweisungen, die

jedem