Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
63
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und zu bloßen Verzierungen verschwendet worden seyn,indeß man die wesentlichsten Theile des Werks hätte zuGrunde gehen lassen.

Zur Unterhaltung einer Heerstraße ist es ein wem«ger sicheres Mittel, als zur Unterhaltung eines Kanals,die darauf zu erhebenden Zölle zum Eigenthume einerPrivatperson zu machen. Eine Landstraße kann sehrschlecht unterhalten, und doch deßwegen nicht ganz un-fahrbar werden; aber einKanal wird gänzlich unbrauch-bar, wenn seine Unterhaltung vernachlässiget wird. DieEigenthümer eines Straßenzolls können die Landstraßesehr verfallen lassen, und doch ungefähr dieselbe Sum-me voll dem Zolle einnehmen. Hier also ist es schicklichund zweckmäßig, die zur Unterhaltung solcher Werke be-stimmten Zölle, eigenen dazu gesetzten Beamten oderAufsehern anzuvertrauen.

In Großbritannien hat man sich, mit vielemGrunde über die Mißbräuche beschwert, welche dieseDcamren in der Verwaltung ihrer Zölle sich zu Schul-den kommen lassen. An vielen Schlagbäumen beträgtder Zoll mehr als das Doppelte der Summe, welchedie eilervollkommenste Unterhaltung der Straße, wobeyer angelegt ist, kosten würde: und doch wird die Stra-ße sehr nachlässig, oder gar nicht unterhalten. Indeßist es noch nicht so gar lange, daß man auf die Metho-de, die Heerstraßen durch die Einkünfte der Wegzöllezu verbessern, gekommen ist. Man darf sich also viel-ieicht nicht wundern, wenn man sie noch nicht zu demGrade der Vollkommenheit, deren sie fähig ist, gebrachthat. Wenn oft schlechte und untaugliche Leute zu Weg-zwmmissarien gewählt worden sind; wenn man noch kein

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