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3 (1799)
Entstehung
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welchem alle Menschen an Glücksgütern, und also auchalle Familien an Herkommen gleich sind. Es mag zwarMich unter ihnen der Sohn eines weisen und b,herzrenMannes etwas mehr Achtung genießen, als ein Mannvon gleichem Verdienste, der aber das Unglück hat, derSohn eines Narren, oder eines Feigherzigen zu seyn.Aber dieser Unterschied wird doch nicht sehr groß seyn;und nie, glaube ich, ist irgend eine große Familie indir Welt entstanden, die ihr Ansehen ganz allein derWeisheit und Tugend ihres Ahnherrn zu danken ge-hübt hatte.

Unter Hirtenvölkern kann nicht mir der Unterschiedder Geburt sehr wohl entstehen: sondern er ist bey ihnenauch unausbleiblich. Da solchen Nationen der Luxusfast immer fremd bleibt: so lassen sich'einmahl gesam-melte Reichthümer auch sogar durch Verschwendung nichtleicht zerstreuen. Nirgends dauert also Reichthum,lind mit demselben Ansehen so lange in denselben Fami-lien fort; nirgends giebt es so alte Geschlechter, und dieIIIN ihres Alterthums willen so geehrt wären.

Geburt und Vermögen sind augenscheinlich die bey-den Sachen, welche, in der bürgerlichen Gesellschaft,einen Menschen über den andern am meisten erheben.Sie sind die beyden merklichsten Unterschiede, welche dieKlassen und einzelnen Personen von einander absondern.Auf sie gründet sich also auch am natürlichsten diejenigeOberherrschaft und Unterwürfigkeit, die sich unter denMenschen findet.

Bey Hirtenvölkern wirken beyde Ursachen vereini-get, mic ihrer vollen Stärke. Der Bescher großer

Heer-