Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
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große Zerrüttung der Dinge veranlassen kann : da mußdas ganze Ansehen der Regierung angewandt werden,jedes Murren und jede laute Klage zu unterdrückenund zu bestrafen. Einem Regenten hingegen, der sichnicht nur durch die aristokratische Partey, oder durchdie Zuneigung der Angesehensten und Besten, sondernauch durch eine wohlgeordnete stehende Armee über alleGefahr erhaben fühlt: einem solchen Regenten könnenauch die grundlosesten, die unhöflichsten, und die mitden ausschweifendsten Forderungen verbundenen Aeuße-rungen der Unzufriedenheit mit seiner Regierung, wenigUnruhe erwecken. Er kann sie, ohne etwas zu wagen,vergeben oder verachten; und das Bewußtseyn seinerÜberlegenheit über die Aufrührer macht ihn natürlicherWeife geneigt, das eine oder das andere zu thun. Der-jenige Grad von Freyheit, der an Ausgelöst.nheit grenzt,kann nur in Landern gestattet werden, deren oberster Re-gent durch eine tüchtige stehende Armee geschützt wird.Nur in solchen Landern ist die Nothwendigkeit nicht vor-handen, zur Erhaltung der öffentlichen Sicherheit, demLandesherrn einige wittkühriiche Gewalt in die Hände zugeben, damit er die gefährlichen AuSbniche jener unbe-grenzten Freyheit hemmen könne.

Aus allen diesen Ursachen also, wird die Erfüllungder ersten Pflicht, welche ein Staatsoberhaupt auf sichhat, der Pflicht, die Gesellschaft, weicher er vor-steht, gegen die Gewaltthätigkeiten und Ungerechtigkei-ten anderer unabhängiger GeH llschasten zu vertheidigenfür ihn immer.kostbarer und kostbarer, je weiter derStaat selbst an Reichthum und politischer Bildung vor-rückt. Die Kriegsmacht, welche ihm anfangs,

weder