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ker, von der uns die Geschichte deutliche und umstand,liche Nachrichten aufbehalten hat. Sie war eine Folgevon der Ueberlegenheit, welche die Miliz roher Völkerüber die Miliz ci-ier gesitteten Nation — die Miliz derHirtenvölker über die Miliz einer Ackerbau, Manufactu.ren und Handel treibenden Nation hat. Wenn iand-Milizen Siege erfechten: so sind es gemeiniglich Siege,nicht über stehende Heere, sondern über andre Landmili-zcn, die in Di-ciplin und Kriegsübung unter ihnen sind.Von dieser Art waren die Siege, welche die griechischeMiliz über die persische: »nd ebenfalls die, welche inspätern Zeiten die Schweiher über die Oeslcrreicher undBurgunder erfochten.
Als die germanischen und seythlschen Völker aufden Trümmir» des abendländischen Kaiserthums neueReiche errichtet hatten: so blieb eine Zeitlang ihr Ver-theidigungsstand derselbe in ihren neuen Sitzen, dererin ihrem ursprünglichen Vaterlande gewesen war. IhrKriegsherr war noch eine Landiniliz, auS Hirten undAcke leuken bestehend, die unter den: Befehl eben derPersonen in den Krieg zogen, welchen sie im Friedenzu gehorchen gewohnt waren. Es war daher Mittel-mäßig gut disciplinirt und geübt. Nachdem Künsteund Gewerbsteiß Fortschritte machten, sank das Ansehendieser Oberhäupter, und der große Haufe des Volkshatte weniger Zeit zu militärischen Uebungen übrig.Beydes, Disciplin und Waffeuübuug gerieth bey derLehnsmi'liz immer mehr und mehr in Verfall ; und ste-hende Armeen wurden, nach und nach, an ihrer stattei geführt. Wenn es überdies; be» Einer Nation da-hin gekommen war, daß sie eine stehende Armee unter-
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