Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
15
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ihres Unterhalts ist ihrs eigene Arbeit in irgend einemandern Gewerbe. Bey einem Soldaten aus der Land-miliz hat der Charakter des AckersmannS, Künstlersoder Handwerkers über den ft-ldatischen die Oberhand;bey einem aus einem stehenden Heere herrsch: das Eigen«khünUiche des Soldaten über alle andere Charakterzüqe.Und hierin liegt der größte Unterschied, der zwischen die-sen beyden Arren der Kriegsmacht obwaltet»

Es yat Milizen verschiedener Art gegeben. Ineinigen Ländern sind die zur Vertheidigung des StaakSbestunmren Büxgrr in den Waffen geübt worden, ohneRegimenter zu bilden: das heißt, ohne in gewisse Hau-fen von bestimmter Anzahl gesammelt z» seyn, und ihreUebungen unter gewissen auf immer dazu angest'Htm Be-st hiZhnbern zu machen. In den Freystaatsn des altenGr-eedemanves und NomS scheint jeder Bürger, so langeals er zu Hause blieb, seine kriegerischen Uebungen ent-weder einzeln und für sich, oder in Gesellschaft mit den-jenigen seines Standes und Alters getrieben zu haben,welche er selbst dazu wählte: und keiner mag eher einembesondern Truppencorps angehört haben, als bis erwirklich aufgefordert wurde, ins Feld zu ziehen. Inandern Ländern ist die Landmiliz nicht bwß geübt, son-dern zugleich in Regimenter vertheilt worden. In Eng-land, -in der Schweiz, und ich glaube in jedem Landedes neuern Europa, wo irgend eine Art dieser unvoll-kommnern Kriegsmacht errichtet - worden ist, gehört je-des Mitglied der Miliz einem besondern Truppencorpsan, das immer seine Uebungen gemeinschaftlich macht,und feine eigenen Anführer und Befehlshaber hat.

Vorder Erfindung des Fenergewehrs, war das-jenige Kriegsheer das beste, worin jeder einzelne Sol-dat