Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
12
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der Stand eines Soldaten kein eigenthümlicher nnd aus-schließender Beruf gewisser Menschen. Jeder Unter-than de6 Staats i sein anderweitiges Gewerbe und diegewöhnliche Beschäftigung, mit welcher ersieh seinenUnterhalt erwarb, mochten seyn welche sie wollten, sahsich immer als geschickt, und oft als verpflichtet an, dasSoldatenhandwerk zu treiben. Gleichwohl wird dieKriegskunst, die gewiß die edelste aller Künste ist, mftdem Fortgangs der Cultur zugleich eine der schwersten.Au welch em Grade der Vollkommenheit sie in jedem Zeit-punkte gelangen soll, hängt von dem Zustande der me-chanischen und anderer Wissenschaften ab, mit welchensie in Verbindung steht, Uni sie aber zu demjenigenGrade der Vollkommenheit, deren sie fähig ist, zu brin-gen, ist nöthig, daß sie die einzige Beschäftigung einereignen Bürgerklasfe werde; indem bey ihr, wie beyallen andern Künsten, die Theilung der Arheiken zu ih-rer Vervollkommnung nothwendig ist, Bey andernKünsten wird diese Theilung der Arbeiten durch die Klug-heit einzelner Personen veranstaltet, die ihren Privat-nutzen dadurch am besten befördert finden, wenn sie sichauf ein einziges Gewerbe einschränken. Aber um ausdem Stands eines Soldaten ein eigenes, von afle» an-dern abgesondertes Gewerbe zu machen: dazu muß dieWeisheit des Staats mitwirken. Ein Privatmann, derim tiefen Frieden und ohne irgend eine Aufforderung vonSeiten des PnblicumZ, den größten Theil seiner Zeitmilitärischen Uebungen widmen wollte, würde sich ohneZweifel sehr in denselben vervollkommnen, und seine Zeitganz angenehm zubringen: aber er würdy wenig Vor-theil dabey haben, Nur durch , die Veranstaltung desStaats kgnn es geschehen, daß ein Privatmann es vor-