Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
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zu tragen. Aber daß die Männer von mittlerem Altcpsämmtlich insFeld ziehen, ist bey solchen Nacionen mög-lich, und ist bey kleinen Völkerschaften oft wülllch ge-schehen. In jeder Nation nimmt man die Anzahl derMänner, welche fähig sind die Waffen zu tragen, fürden vierten, oder fünften Theil der ganzen Menschen-zahl an. Wenn überdieß der Feldzug nach derSaatzeit anfangt, und sich vor der Ernte endiget: sokann während desselben der Landmann mit feinen vor-nehmsten Arbeitern von feinem Gute abwesend seyn,ohne sehr vermißt zu werden. Was in der Zwischen-zeit nothwendig geschehen muß, kann von den alten Leu-ten, den Weibern und Kindern ziemlich gut verrichtetwerden. Darauf verläßt sich der Mann, und er ist da-her nicht abgeneigt, einen kurzen Feldzug mit zu machen,so, daß es auch hier dem gemeinen Wesen, oder dessenOberhaupte eben so wenig kostet, Soldaten auf Feld-zügen zu unterhalten, als sie dazu vorzubereiten. Aufdiese Weise scheinen, bis nach dem Zweyten persischenKriege, alle griechische Staaten, und bis nach demPclcponncsischen Kriege die Staaten dieser Halbinsel,ihre Kriege geführt zu haben. Von den Einwohnernder letztem bemerkt Thucydides, daß sie gemeiniglicherst im Sommer im Felde erschienen, und zur Zeit derErnte nach Hause gingen. Auch dos römische Volkthat, unter den Königen und wahrend der ersten Zeitder republikanischen Verfassung, seine Kriegsdienste aufdie nehmliche Weise. Erst bey der Belagerung vonVcji fing die neue Einrichtung an, daß die Bürger,welche zu Hause blieben, zur Unterhaltung derer, welchein den Krieg zogen, etwas beytrugen.

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