gleichfalls jeder erwachsene Mann ein Kriegsmann, oder. wird es sehr leicht. Der Ackersmann bringt gemeini-glich seinen Tag in freyer Inst zu, und ist beständig al-len 2lb'.vechse!ungen der Witterung ausgesehr. 6 r här-tet sich also schon durch seine gewöhnliche Lebensart zu denBeschwerlirhkeirett des KrregcS ab. so wir er in Mkh.rern seiner Arbeiten eine Vorübung der Urbdiken desKrieges findet. Das Graben in seinem Acker macht ihngeschickter, im Felde an Verschanzungen und in Lauf-gräben zu arbeiten; und die Einzäunung seiner Felderhat eine Achnlichkerr mit der Befestigung eines Lagers.Auch find die gewöhnlichen Zeivcrrrcibe der Ackerleutemit den Zeitvertreiben der Viehhirten vo.r emerlr-yArt: b.yde sind Nachahmungen 'kriegerischer Unterneh-mungen. — Aber da der Ackersmann weniger müßigeZeit hat, als der Hirte: so giebt er sich auch wenigermit diesen Zeitvertreiben ab. In diesem Zustünde derGesellschaft sind also auch alle Männer Soldaten; abersie sind nicht so gut geübte Soldaten. So aber wie siesind, kosten sie dem gemeinen Wesen oder dem Regen-ten desselben selten den mindesten Aufwand, um zumFeldzüge ausgerüstet, oder vorbereitet zu werden.
Der Ackerbau seht, selbst in seinem unvollkom-mensten und rohestcn Zustande vcraus, daß die, welcheihn treiben, feste S ße haben, das heißt, daß sieirgendwo ihre beständige Wohnung aufgeschlagen haben,die sie nicht ohne großen Verlust verkosten können.Wenn also eine Ackerbau treibende Nation einen Kriegführt: so kann nicht die ganze Nation ins F-'!d ziehen.Wenigstens müssen ihre alten Männer, ihre Weiberund Kinder zurückbleiben, um für Haus und HvfSorge
zu