Äeines Briese von» 15. Febr. und Anfang Juli 1828. 1ZZ
ich ihm nächstens schreibe; ich rathe ihm Würzburg zu wählen,München ist nicht gut besetzt, sehr zerstreuend und hat einniederträchtiges Clima, woran jeder der an Brust leidet,schwer zu tragen hat. Wenn Sie keine gute Brust haben,so bleiben Sie nur fern. Meine Adresse ist H. H. wohntim ssecbberAiscben Palais auf der Hundskugel in IVlüncllen.Leben Sie wohl, schreiben Sie mir oft u. entschuldigen Sieunregelmäßiges antworten.
Ihr Freund
H. Seine.
Haben Sie gar kein poetisch starkes Talent unter denHeidelbergern entdeckt? Haben Sie kürzlich keine Bekanntevon mir gesprochen? Ich lebe abgeschieden im äußerstenWinkel Deutschlands.
III.
München, Juli 1828.
Guten Morgen! ich denk im Morgenblatt bald etwasvon Ihnen zu lesen. Sie können der Redakzion desselbenschreiben, daß ich Sie aufgefordert, ihr etwas zu schicken;denn Cotta ist mein sehr guter Freund. — Ich reise dieserTage ab, meine Addresse ist dann H. H. abzugeben an dieLiter. Artist. Anstalt der I. G. Cottaschen Buchhandlung inMünchen. —
Es folgt ein langer Zwischenraum, ohne daß ein Briefvon Heine an Detmold geschrieben oder erhalten wäre. Erstam 30. November 1839 beantwortet Heine, der sich seiteinem Jahre wieder in Hamburg befand, einen wahrschein-lich noch 1829 geschriebenen Brief Detmolds. Das vonHeine erwähnte Buch sind die „Nachträge zu den Reise-bildern". Der Dichter befand sich schon unter dem Druckder Verhältnisse, die bald für sein Leben entscheidend wurden.Noch immer suchte er eine Anstellung in Deutschland, be-sonders in Preußen; aber für den Fall, daß der Versuch