Keines Brief vom 28, Juli 1827. 1ZZ
Erst in drei Monath kann mir Ihre Sendung zukommen,deßhalb haben Sie Zeit zum Schicken. — Leben Sie wohlund sammeln Sie viel reelle Kenntnisse. Dieser bedarf derSchriftsteller. — Ist mein Bruder noch in Göttingen, sogehen Sie zu Ihm und bringen ihm meinen Gruß, undallenfalls können Sie ihm was mich selbst betrifft aus diesemBriefe mittheilen. Sagen Sie ihm, ich schriebe ihm nicht,weil ich zu faul sey. — Es ist ein geistreicher Mensch, denich sehr liebe.
Ihr ergebenerK. Keine.
.Herrn Ioh. Heinrich Detmold Wohlgeb.
wohnt auf der untern Maschbeim Tischlermeister Kunckel in Göttingen,trsnco. Königreich Kannover.
Am 8. August verließ Keine England; am 27. Oktoberreiste er, einer Einladung des Freiherrn von Cotta folgend,über Keidelberg und Stuttgart nach München, um dort dieLeitung der „Allgemeinen politischen Annalen" zu über-nehmen. In Keidelberg sah er seinen Bruder Max undgewiß auch Detmold, der init dem neuen Semester die dortigeUniversität bezogen hatte. Detmold mag auch Zeuge jenesVorfalls auf der Weibertreu bei Keilbronn gewesen sein,von dem ich früher in diesen Blättern Nachricht gegebenhabe. Er hat dann gesehen, wie in dem Kreise heiter zechen-der Studenten plötzlich ein württembergischer Polizeibeamtererschien und den Dichter der „Reisebilder" heraussuchte, umihn sofort über die Grenze zu verweisend) Aus Münchenerhielt Detmold Keines zweiten Brief am 15. Februar 1828.Der dann folgende kurze Gruß ist aus die innere Seite desUmschlags eines Druckbogens geschrieben, nicht datiert, aberoffenbar aus der ersten Kälfte des Juli, da Keine um dieMitte des Monats seine Reise nach Italien antrat.
*) Vergl. oben S. 61.