64 Äeines Abgangszeugnis.
hielten im November und Dezember 1819 nur vier die Nummer I,sieben die Nummer II, und sechzig die Nummer III. „Es be-finden sich darunter", sagt ein Bericht der Kommission, „Phar-mazeuten, Forst- und Bergbau-Eleven, aber leider auch viele,die sich den gelehrten Fächern bestimmen, ohne die nötigenSchulkenntnisse zu besitzen. Auch diese sollen nach einer Be-stimmung des Königl. Ministeriums vom 1. Mai nicht zurück-gewiesen werden." Die Mehrzahl erscheint denn auch in denPrüfungsprotokollen überaus unwissend. Im Griechischen,in der Mathematik fühlen sich bei weitem die meisten, selbstim Lateinischen manche zu schwach, um in die Prüfung nureinzutreten. Auch Äeine wurde nur am 2. Dezember imLateinischen, am 4. Dezember in der Geschichte geprüft. Inder Geschichte war er von den 16 Leidensgefährten offenbarder beste, „nicht ohne Kenntnisse", sagt das besondere Pro-tokoll. Einen lateinischen Aufsatz hat er nicht geliefert. Fürden deutschen Aussatz hatte Windischmann das Thema ge-geben: „die Gründe, woraus es bei der Entscheidung für einenbestimmten Beruf wesentlich ankommt." .Feines Aufsatz istleider nicht erhalten, wenigstens noch nicht wieder aufgefunden.Nach Neunzigs Erinnerungen soll er das Thema durchaushumoristisch behandelt haben; Strodtmann (I, 62) teilt danacheine Stelle mit, in welcher besonders die Schreibbänke der.Hörsäle als Grundlagen der Weisheit und Gedenktafeln un-sterblicher Namen gepriesen werden. Dies könnte wohl alseine „wunderliche Auffassung" gelten, aber würde es derZensor eines derartigen Aufsatzes leicht als „gutes Bestreben"bezeichnen? In dem Gesamtbericht, den die Kommission am36. Dezember dem Konsistorium in Cöln überschickt, lautet.Feines Zeugnis:
Karry Äeine Nr. III.
Griechisch hat er nicht gelernt. Im Lateinischen ist ervon unsicherer Kenntniß und zu geringer Äbung, wefihalb erauch keinen Aufsatz geliefert hat. Zu einer Prüfung in der