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Heinrich Heine : Gesammelte Aufsätze
Entstehung
Seite
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Das Ergebnis der Untersuchung. 5/

nichts von Politik, aber wohl von Gott und Christus einigesvorgekommen. Die ganze Untersuchung ergibt augenschein-lich, daß das Äoch auf die Burschenschaft eine Einbildung,die gefährlichen Worte in der Zeitung ein eigenmächtigerZusatz Neunzigs oder des Redakteurs gewesen waren. Mitter-maier führt deshalb am 27. in einem zehn Folioseiten füllen-den Bericht den Beweis, daß auf dem Kreuzberge nichtsStrafwürdiges sich ereignet habe. Er schließt mit dem Satze:So vereinigt sich alles, um auch diesmal wieder zu beweisen,wie unsere Universität Gegenstand der Schwätzereien unddes Neides ist, und wie ungegründet die Gerüchte über uns.Auch wir dürfen mit dem Dichter sagen: ,Wir sind besserals unser Nuß. Die Feier des 18. Oktober ist auf einedurchaus würdige, dem Feste angemessene Weise von unfernStudierenden veranstaltet gewesen; nicht einmal der Vor-wurf der Unbesonnenheit kann ihnen gemacht, wohl aberdas Lob eines männlichen, würdigen Benehmens erteiltwerden." Nur Neunzig, meint Mittermaier, gegen den zwarder Vorwurf absichtlicher und böswilliger Klatscherei nichtbegründet sei, möge doch einen Verweis erhalten, daß er, ohnegehörig instruiert gewesen zu sein und ohne Überlegung derFolgen, gegen die Wahrheit Erzählungen unter Ausständengemacht habe, unter welchen er den Mißbrauch derselbenhabe befürchten müssen.

Der Senat, auch der Oberpräsident erklärten sich mitdiesem Arteil einverstanden. Ernster sah man die Sache inBerlin an. Am 27. November 1819 reskribiert der Kultus-minister von Altenstein dem Regierungsbevollmächtigten, Ge-heimrat von Nehfues: die von dem Studiosus Schweder ge-haltene Rede enthalte zwar an sich nichts Strafbares; der-gleichen öffentliche Reden für Studierende müssen aber über-haupt für unpassend angesehen werden, indem dadurch derStandpunkt derselben verrückt und die Tendenz genährtwerde, mit Verkennung ihrer nächsten und alleinigen Be-stimmung zu einer Teilnahme an den öffentlichen An-