Druckschrift 
Die Geschichte der Grafen von Zollern von der Mitte des 11ten bis Schluß des 12ten Jahrhunderts nach urkundlichen und sonstigen zuverlässigen Quellen
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Beilage.

Das Kloster Alpirsbach, insbesondere die uralteKirche und die späteren Beziehungen desselben zudem Grafenhause Zollern.

Wir laden unsere Leser ein, uns im Geiste zu demselben bezw.dem K. W. Städtchen Alpirsbach zu folgen. Dieses liegt imoberen Kinzigthale, einem der schönsten des unteren Schwarzwaldes,und zwar da, wo zwei andere kleinere, tief eingeschnittene Thäler,dasjenige des Alpirsbachs, von welchem der Ort den Namen er-halten, und das des Alschbachs in das Hauptthal der Kinzig ein-münden. Dort erhebt sich, noch heute umgeben von sehr hohenbewaldeten Bergen, im Nordosten des Städtchens aus der Häuser-gruppe sehr malerisch das nach dem Ort benannte Kloster mit seineruralten Kirche. Betrachtet man von Westen kommend dieselbe, sofallen ihre Hauptteile, die wir unten näher kennen lernen werden,deutlich in's Auge. Über die Vorhalle und die beiden Seitenschiffemit ihren Pultdächern hinaus ragen in gleicher Höhe Lang- undQuerschiff; an das nördliche Seitenschiff lehnt sich der sehr hoheschlanke Glockenturm mit seinem Satteldach und Staffelgiebel, welcheraber erst im Anfang des 13. Jahrh. an der Stelle der Apsidelinks (s. unten) errichtet morden. Die Mauerflächen der Kirchezeigen keinerlei Gliederung sondern nur eine sorgfältig durchgeführteQuadermauerung aus dem trefflichen Material des bunten (roten)Schwarzwald-Sandsteins, ohne den störenden Bewurf, was zu derimponierenden ernsten Würde des Äußeren nicht wenig beiträgt.

Die Grundanlage des Klosters, welche sich in der Hauptsacheerhalten hat, zeigt ein nach den Himmelsgegenden orientiertesQuadrat, das den ehmaligen Klostergarten umschließt, welcher

Schmid, die älteste Geschichte der Hohenzollern. II. 1 ß