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Die Geschichte der Grafen von Zollern von der Mitte des 11ten bis Schluß des 12ten Jahrhunderts nach urkundlichen und sonstigen zuverlässigen Quellen
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Abbildung) dem Taufnamen seines Stifters beisetzen ließ, bei dem-selben einen guten Klang. Der Gunst des genannten Grafen v. H.und seiner zwei Brüder verdankt St. Märgen, welches im 13. Jahrh.sich eines ziemlichen Wohlstandes erfreute, die Erwerbung des allemnach bedeutenden Dinghofes in Thi engen (Breisgau), welcheru. a. dem Grafen Rudolf v. Habsburg, nachmaligem römi-schem König, für das Heiratsgnt seiner Gemahlin, der Schwesterder obgenannten Grafen, verpfändet worden, und mit Zustimmungder letzteren von demselben 1271 um 200 Mark Silber an St.Märgen verkauft worden^). Trotz der angegebenen vorsorglichenBestimmungen des mehrgedachten Grafen Albert v. Hohen-berg erwies es sich aber nach wenigen Jahrzehnten als sehr ver-hängnisvoll, daß derselbe sich 1293 veranlaßt gesehen, die vonseiner Grafschaft ziemlich weit abseits gelegene Herrschaft Wie-seneck zu verkaufen, da unter der Zugehör derselben auch dieVogtei von St. Märgen begriffen war. Dieses übertrug nunsolche dem Käufer, dem Freiburger Patrizier Burkard Turner,weil er ihm als ein biederer, rechtliebender Mann bekannt gewesen.Als aber 25 Jahre darnach die Herrschaft Wiesen eck und damitauch die Schirmvogtei von St. Märgen erblich an das FreiburgerPatrizier Geschlecht der Schnewelin überging, da begannendurch Jahrhunderte andauernde schlimme Zeiten für das Chor-herrenstift **).

Viertes Kapitel.

Bruno von Zollern als deutscher Reichskanzlerunter Kaiser Heinrich V. von 1112 bis 1122^*).

Allererst glauben wir der Biographie unseres ZollergrafenBruno in seiner Eigenschaft als deutscher Reichskanzler einige

S. in unseren Non. Loüsniz. zu 27. Febr. und 7. März 1271. DieAngabe in dem 1885 erschienenen großen Werke über das GroßherzogtuinBaden S. 962 Rudolf v. H. habe den Hof geschenkt, ist falsch.

**) Wer sich dafür interessiert, möge das Nähere im 2. Bande des Frei-burger Diöcesan-Archivs S. 239—278 nachlesen.

»»») Wohl hat der vormalige großherzoglich-badische Archivrat Or. Dümge