Erster Abschnitt.
Erstes Kapitel.
Der Berg Zoller(n)^). Herleitung und Erklä-rung des Namens^.
Dem gegen den Neckar, das vorliegende, meist hügelige Landund den Ostabfall des Schwarzwaldes gerichteten, gegen 280 Meterhohen, von Südwest nach Nordost streichenden Steilabfall der Hoch-ebene der schwäbischen Alb ist eine Reihe von meist ppramidalischenoder kegelförmigen Bergen vorgelagert, welche zum Teil mit demHauptzug in schmalen Rücken zusammenhängen, meist aber in klei-nerer oder größerer Entfernung von demselben völlig isoliert sind.Zu denselben, von welchen wir in der Reihe von Nordost nachSüdwest den Staufen (Hohenstaufen), die Teck, denReifen (Hohen-Neifen), die Achalm nennen, welche alleim Mittelalter stolze Burgen trugen, gehört auch unser Zoller,später, vom 15. Jahrh. an in Urkunden häufig Höh enzoller^)genannt, woraus denn der heutige Geschlechtsname, die Höh en-zoll ern für die Mehrzahl und Hohenzoller für die Einzahl entstand.
Derselbe gewährt gegen West, Südwest und Nordost einenfast endlosen, im Sommer äußerst reizenden bunten Ausblick aufdie vorliegende, von zahlreichen kleinen Thälern durchfurchte undreich mit Dörfern besäte fruchtbare Landschaft, welche sich vom Alb-
ch So mundartlich und richtiger als Zollern, wie sprachgebräuchlich; auchfindet man in den Urkunden noch weit herab Grafen von Zoller („Zolr") nichtZollern.
Früher, so schon 1350, findet man auch in Urkunden „die hohenZoller", wobei man sich „Burg" hinein zu denken hat.
S ch mid, die älteste Geschichte der Hohenzollern. II. 1