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Die Geschichte der Grafen von Zollern von der Mitte des 11ten bis Schluß des 12ten Jahrhunderts nach urkundlichen und sonstigen zuverlässigen Quellen
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Um aber unfern Lesern zu ermöglichen, sich einen Begriff zumachen von Bruno's Stellung und Amt besonders als Propst(Vorstand) des Straßburger Domstifts glauben wir eine kurzeGeschichte und Schilderung desselben bis in das zwölfte Jahrh.vorausschicken zu sollen, da dem Leser und besonderen Freund derHohenzollerischen Geschichte offenbar sehr wenig damit gedient wäre,wenn wir uns daraus beschränkten zu sagen, Bruno war erst Straß-burger Kanoniker alsdann Dompropst, während wir im andernFall niit dieser Skizze von einem mittelalterlichen kirchlichen In-stitut zugleich einen namhaften Beitrag zur Kulturgeschichte geben.Dabei hat das Straßburger Domherren-Stift besondere Bedeutungfür die schwäbische Linie der Hohenzollern auch dadurch, daß vom14. bis 18. Jahrh. vier Glieder derselben demselben angehörthaben, von denen allerdings drei mit päpstlichem Konsens wiederin den Laienstand zurückgetreten sind und sich vermählt haben, weilein Aussterben ihres Hauses im Mannsstamme zu befürchten war.

Crstes Kapitel.

Das Straßburger Domstift nach dem Bestandvom 8. bis 12. Jahrh. Skizze eines klerikalen Zeit-bildes aus dem Mittelalter^.

Schon in den frühesten christlichen Jahrhunderten waren ein-zelne Bischöfe so der hl. Augustin von Hippo darauf bedacht,die Geistlichkeit ihrer Kathedralkirchenzu einer Kongregation (Ge-nossenschaft) von gemeinsamein Leben (s. unten) zu vereinigen, umsie in sittlicher und wissenschaftlicher Beziehung zu heben und weiter

Von OtUeära, dem erhöhten Sitz des Bischofs in der Hauptkirche,auch Domkirche von domo, domo,, doin zunächst Haus, dann Kuppel- Kathedral-Kirche; endlich Münster von inovastsriuro zunächst Kloster, auch die zu einemKloster gehörige Kirche. So findet man schon in einer Urkunde zum Jahr 951die Kathedralkirche in Straßburg, das spätere und heutige Münster, bezeichnetals: inonastsriuro ^rZentinsusis civitatis iv Iionors saucto Nnris z-soi-tricis LUristi dsdieatnra. Siehe Urkundenbuch der Stadt Straßburg 1879,S. 30 f.