Druckschrift 
Die Geschichte der Grafen von Zollern von der Mitte des 11ten bis Schluß des 12ten Jahrhunderts nach urkundlichen und sonstigen zuverlässigen Quellen
Entstehung
Seite
93
Einzelbild herunterladen
 

93

ein gleichnamiger Bamberger Kanoniker. Siehe die Beilage Nro. 2.im 4. Abschn.

Bruno legte, wie wir im vierten Kapitel zeigen werden,wohl infolge seines hohen Alters, noch im Jahr 1122 sein Amtals deutscher Reichskanzler nieder, behielt aber das des Straß-burger Dompropsts bei, als welcher er noch 1125 in einer päpst-lichen Bulle genannt wird*); 1129 aber hatte er dasselbe niederge-legt oder war nicht mehr am Leben, da in diesem Jahr der PropstAdelgot hieß**), welcher 1119 noch Domherr war. Am 6. Märzsegnete, wie das Straßburger Totenbuch dankbar aufgezeichnet hat,Bruno nach einem bewegten Leben das Zeitliche***).

Nach Stellung und Rang war Bruno, dieser bis daher sowenig beachtete oder ganz übersehene Sprößling des hohenzolleri-schen Hauses ältester Zeit, abgesehen von seinem hohen Amt alsdeutscher Reichskanzler schon als Straßburger Dompropst seinemgräflichen Vetter Graf Friedrich 1. von Zollern (s. 6. Abschn.) undNeffen Wezel von Haigerloch jedenfalls völlig ebenbürtig, insbe-sondere auch in feinem äußeren Auftreten. Gebot er doch überdie zahlreiche Dienstmannschaft seines reichen Domstifts, wobei wiru. a. daran erinnern, daß er mit einem Gefolge von 29 Pferden(Mannen) in das Land hinaus zu den Herrenhöfen desselben ritt ff).

Drittes Gapitei.

Die Stiftung des Klosters St. Märgen (ehedemMariencelle nicht weit v on Freiburg im Breisgauffff)um das Jahr 1115 durch Bruno von Zollern, den

*) Siehe im dritten Kapitel.

**) Siehe die Anm. 36.

555) Siehe die Anmerkungen zur zweiten Beilage,ff) Siehe oben S. 84 bei den Einkünften des Dompropsts das LehenHerznach.

ffff) Quellen und Hilfsmittel: Dümge roAösta, izaüöusio., unsere Nou.HoüsndsrAiog., andere sind an Ort und Stelle angegeben. Vergl. auch im