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Begründung unserer Stammtafel.
dritten Heinrich *). Wir haben Pfalzgraf Hu go I. ff um 1152) Gr. Frs. I.v. Z. Tochter Luitgard zur Gemahlin gegeben.
Wenn nun noch im 15ten Jahrh. das Haus Zollern im Besitz warvon Gütern, Einkünften und Rechten in den ehedem unzweifelhaft dein HauseTübingen gehörigen Schönbuchs - Orten Schlaitdorf, Rieth (Altenrieth),Dörnach, Haslach, Gnibel und Kirchen am Neckar (Kirchcntällins-furt)**), das Grafenhaus Wirtemberg dagegen noch in abgedachter ZeitGüter zc. hatte in den im altzollerischem Gebiet gelegenen Ortschaften Jung-ingen, Killer, Starzel, Hausen und Burladinge n***), so liegtder Gedanke, diese eigentümlichen Besitzverhältnisse werden auf wechselseitigeehliche Verbindungen der beiden Häuser zurückzuführen sein, am nächsten.Ein direktes monumentales Zeugnis darüber, daß Gr. Burkard III., welchervon 1176—1193 bald nach Z. bald nach Hohenberg benannt worden, mitLuitgard, einer Tochter des Hauses Tübingen, vermählt gewesen, besitzt manin einem noch vorhandenen Grabstein, welcher, wie schon Gabelkhover gelesen,die Umschrift hat: »s 4.uuo ckomini N.M.I. X. Ickvs. novoindr. obii(t) Uv-Zaräis äs TwinASu. oornitns övro. vxor«. Daruff Hohenberg und Tuttl-ingen die schilt vnder ainauder, schreibt Gabelk." I'ol. 72 d. Da diese Luit-gard der Zeit nach die Schwester des Pfalzgrafen Rudolf I. v. T., Stiftersvon Bebenhausen, gewesen, so war letzterer unser Burkards v. Z. (H.) Schwager,dabei letzterer als Enkel der Uracher Gräfin Udilhild, ux. Gr. Fr. I. V .Z.,auch blutsverwandt mit Pf. Rudolf I., wenn dieser ein Enkel gewesen vonjener Luitgard, der Udilhild Tochter. Siehe oben.
*) Die Freisinger Genealogie gibt ihrem angeblichen Grafen Burk ard (II.)v. Z., der in der 2. Hälfte des 11. Jahrh. gelebt haben soll, neben 4 Söhnenauch 2 Töchter, von denen eine einen nicht näher bezeichneten Grafen vonTübingen geheiratet habe und die Mutter des Pfalzgrafen Hu go II. v. T. undHeinrichs (f 1167) von Rucke (Burg bei Blaubeuren) gewesen sei; jenerPfalzgraf H. v. T., Heinrichs Bruder, kommt aber erst von 1162—1182 vorund ist der zweite Sohn Pf. Hugos I. (f 1152); den Pf. Friedrich, welcherjenem voranging, kennt die Fr. G. nicht.
**) In letzterem Ort hatte auch die Hohenberger Linie namhafte Besitz-ungen.
***) Urkunde über den „Schlaich" (Tausch) zwischen den Grafen Eberhardv. Wirtemberg und Jos. Nicklas v. Zollern vom Jahr 1473. Im St.Archiv zu Stuttgart.
P) Da das Kl. Reuthin von dem Hohenberger Grafenhause erst um dieMitte des 13. Jahrh. gestiftet worden, so muß der Grabstein erst später, alsman den Leichnam der längst gestorbenen Luitgard dort beisetzte, gefertigtworden sein. — Die Wappenschilde sind auch noch zu sehen auf demselben,welcher früher in der Klosterkirche zu Neuthin war, seit einigen Jahren aberin widersinniger und unverantwortlicher Weise an dem „Minnesänger- undSieges-Denkmal" auf Alt-Rotenburg ohne allen Schutz aufgestellt ist.