Sechster Abschnitt.
Die historisch verbürgten Grafen des Haupt-stammes vom 12. Jahrhundert'').
Friedrich I. Graf v. Zotlern (f zwischen 1114 u. 1125),vxor Udilhild, Tochter des Grafen Egino II. von Urach.
Derselbe, welcher höchst wahrscheinlich ein Sohn des GrafenBurkard v. Z. (f 1061) gewesen und der Haupt- (Schluß-) Ver-handlung über die Stiftung des Klosters Alpirsbnch vor dem HerzogBertold II. von Zähringen bei Rotweil 1098 (1099) angewohnthat (s. oben S. 66), ist der älteste urkundlich beglaubigte gräflicheAhnherr der Hohenzollern des Namens Friedrich, von welchemsich eine ununterbrochene und sichere Stammreihe des Gesamthausesbis auf unsere Tage aufstellen läßt. Siehe unsere Stammtafel vor-derhand bis Schluß des 12. Jahrh. Wie aus dessen urkundlicherGeschichte hervorgeht, stand unter ihm nicht nur die alte Stamm-grafschaft seines Hauses über den Scherragau sondern auch dieüber den Untergau der Hattinhuntare^), deren Besitz und Verwal-tung er nach erlangter Volljährigkeit von dem S. 45 aufgeführtenGrafen Rudolf vom Hause Achalm-Urach, das namentlich in demgenannten Untersprengel begütert war, übernommen, was selbst-
*) Hauptquellen hierzu die Uonuinouta. Aollsrana I.. hrsg. von vr. Gr.Stillfried und 1>r. Märcker Bd. I., Stalin a. a. O. II. und die in unserenNachträgen gegebenen Regesten von darin fehlenden Urkunden bis 1200 bez. dieBerichtigungen von solchen. Andere sind an Ort und Stelle namhaft gemacht.
**) Zum Jahr 1113 werden die heutige Stadt Ebingen und die DörferThailfingen (an der oberen Schulischen) und Weilen unter den Rinnen als inseiner Grafschaft gelegen aufgeführt. (Siehe Anm. 8 des I. Teils) und imAnfang des 12. Jahrh. war er Hauptbesitzer von Vellingen am Oberhohen-berg. Wegen der Hattinhuntare siehe sogleich bei Ofterdingen.