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Die Geschichte der Grafen von Zollern von der Mitte des 11ten bis Schluß des 12ten Jahrhunderts nach urkundlichen und sonstigen zuverlässigen Quellen
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Begründung unserer Stammtafel.

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nie neben dem ober wähnten Bruderpaar auch als solches be-zeichnet werden.

Die Verhandlungen, denen die obgenannten vier Glieder des Hauses Z.in den obigen Jahren mit einander anwohnten, fanden sämtlich in Schwaben,zu Konstanz (hier zwei) und auf dem Königs stuhl statt, und die überdieselben aufgesetzten Urkunden führen übereinstimmend abgedachte zwei GrafenBurkard und Friedrich v. H., nicht aber Bertold und den andern Fried-rich, die Grafen von Zollern, als Brüder auf. Auch die Urkunden von 1l71,1188 (1190), welche letztere zwei, jeden besonders als »oomss-, oder zusammenals »oomitss« unter den Zeugen aufführen, wurden gleichfalls in Schwaben,zu Theuringen (K. W. O. A. Tettnang) und Tübingen ausgestellt.Wären nun, sagen wir, Bertold und der mit ihm genannte Fried rich auchBrüder gewesen, was man doch auf der Burg T ü b i n g e n, in Konstanz,T heuringen und auf dem Königs stuhl ebenso gut wissen mußte, alsdie Bruderschaft der andern zwei nach Hohenberg benannten Glieder desHauses Z., warum sollte man bei jenen unterlassen haben, beizufügen, daßauch sie Brüder waren, und wie wäre es zu erklären, daß Bertold, welcherviel älter gewesen sein muß als sein angeblicher Bruder Friedrich mit-unter, so 1194, nach diesem als Zeuge genannt wird?

Waren, wie uns unzweifelhaft erscheint, Bertold und Friedrich nichtBrüder, so sind sie auch nicht von einem Vater ausgegangen. Eben dieserFriedrich und sein hohenbergischer Stammesvettcr Burkard erscheinenmit ihren nächsten Nachkommen im Besitz der alten Grafschaft Zollern, be-stehend ans dem Scherragau und der Hattinhuntare, von den im letzten Vierteldes 12. Jahrh. gemachten Erwerbungen der Grafschaften Haigerloch undNotenburg vorläufig abgesehen. Im Besitz jener angestammten Grafschaftwar jedenfalls das Bruderpaar Friedrich und Burkard von 1142, welchesnoch bis 1148, bez. 1159 verfolgt werden kann, und von denen jener der älteregewesen. Diesem Bruderpaar sind Friedrich und Burkard, welche vou1179 (1171) an austreten, ohne Zweifel in der Weise anzureihen, daß elftererda er immer nach Zollern benannt wird, Friedrich, dem älteren desBruderpaars von 1142, Burkard, der Stifter der nachmaligen HohenbergerLinie, dem gleichnamigen Jüngeren des fraglichen Bruderpaares als Sohn bei-zulegen ist. Übrigens muß Friedrich nicht unbedeutend jünger gewesensein als letzterer, da er erst in den neunziger Jahren als Besitzer der Stamm-burg vor seinen Stammesvctteru Bnrkard und Bertold genannt wird; abersein Vater war um die Mitte des 12. Jahrh. der Geschlechtsälteste.

Schließlich die Motive zur Einreih uug des Grafen Ber-told von Zollern (von 1169—94) in unsere Stammtafel.

In dieser Zeit wird ein Zollergraf des Namens Bertold häufig alsZeuge in Urkunden genannt. Siehe S. 163 f. 175. 178 f. 184. Da wir,

aber nicht an die obigen Brüder denken darf, da dieser Fr. der sonst mit Ber-told genannte Graf Fr. v. Z. ist.