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lag, so ist dabei übersehen worden, daß gerade der fruchtbarste,somit wertvollste Strich des Scherragau's, die Herrschaft Schalks-burg, welche so ziemlich das ganze würt. Oberamt Balingenumfaßt und an die Hattinhuntare mit dein Zollerberg grenzt, so-wie auch ein Teil des Donauthals, soweit es zum Scherragau ge-hörte, nämlich die Herrschaft Mühlheim mit dem Schloß Brun-nen sich nach der Abteilung mit den Hohenbergern im Besitz derInhaber des Stammschloßes Z. finden. Endlich ist für die Beant-wortung der Frage, ob die Zollern vom Schluß des 12. Jahrh.und weiter herab, oder die Hohenberger dieser Zeit als die ältereLinie zu betrachten seien, nach vielen Analogien die Thatsache vol-lends entscheidend, daß obiger Burkard, der Stifter der Hohen-berger Linie, sich im Text jener Urkunde von 1190 (bez. 1188,s. oben) nach Hohenberg, auf seinem angehängten Siegel abernach Zollern nennt*) (s. d. Nähere in Anm. 78). Und schließlichdürfte die Bezeichnung, die Hohenberger seien ein Zweig des schonhundert Jahre früher vorkommenden zollerischen Geschlechts rich-tiger sein, als wenn man von einer jüngeren und älteren Liniedesselben spricht, wie man aber die Nachkommen von obigen Fried-richs (III.) Söhnen mit Recht aufführt.
Sehr wichtig für die Hausgeschichte der Grafen v. Z. des12. Jahrh. ist ferner, daß und wie diese im letzten Viertel desselbendie Grafschaften Haigerloch und Notenburg, welche die abgetrenntehohenberger Linie, indes nicht ohne entschiedene Einsprache ihrerzollerischen Stammesvetter, an sich gezogen, erworben haben. Hai-gerloch fiel nach dem Erlöschen der darnach benannten Linie desHauses Zollern an und kommt schon im Besitz der Söhne desStifters der hohenbergischen Linie vor. Die Grafschaft Noten-burg oder des Sülchgau's, deren Inhaber in der ersten Hälftedes 12. Jahrh. ohne Zweisei dem elsäßischen GrafengeschlechteOrtenberg, demBurkards I. und Wezels I. Mutter ent-sprossen, angehörten und nach ihrem Burgsitze im heutigen Har-lingen (bei Rotenburg, ehedem Hurningen) benannt wurden**),fiel nach deren Aussterben im Mannsstammme in der 2. Hälfte des
*) Vergl. auch was Stalin a, a. O. II. S. 400 in Anm. 2 sagt.
**) Siehe in unserem ersten Teil S. 6ö—88 und insbesondere die Anm. 71.