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Die Geschichte der Grafen von Zollern von der Mitte des 11ten bis Schluß des 12ten Jahrhunderts nach urkundlichen und sonstigen zuverlässigen Quellen
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12. Jahrh.^) dem Grafenhause Zollern zu, findet sich aber gleich-falls in den Händen von Burkards III. Söhnen, deren einersich Graf (Herr) von Rotenburg nannte, ja schon jener hatte,wie aus einer Urkunde von 1226 hervorgeht, gedachte in einermilden, fruchtbaren Gegend gelegene Grafschaft an sich gebracht.Dieselbe war indes Lehen des Bistums Bamberg, woher eskommen mag, daß der quer zweigeteilte Wappenschild des Hohen-berger Hauses die fränkischen Farben weiß — rot hatte^).

Das wichtigste Ereignis im Grafenhause Zollern, welches wirfür das letzte Viertel des 12. Jahrh. zu verzeichnen haben, ist,daß dem Grafen Friedrich III. im Anfang der neunziger Jahredesselben von K. Heinrich VI. die Burggr afs ch aft Nürn-berg verliehen worden. Da aber mitunter von beachtens-werter Seite wenigstens angezweifelt, von anderer immer noch hart-näckig bestritten wird, daß der urkundlich von 1192 bis 1200 vor-kommende Nürnberger Burggraf des Namens Friedrich demGrafenhause Zollern angehört habe und die bis anher dafür bei-gebrachten Beweise teils mangelhaft teils nicht unanfechtbar sind,überdies unter den gegenteiligen Aufstellungen namentlich die,jener BurggrafFriedrich habe dem fr änki schen Gra-fengeschlechtAbenberg angehört, scheinbar manches für sichhat, so haben wir über die jedenfalls noch offene Frage von derhohenzollerifchen Abstammung der Könige von Preußen und nun-mehrigen erblichen Träger der deutschen Kaiserkrone, welche sonacheine weltgeschichtliche Bedeutung gewonnen, in dem dritten Teile,mit welchem wir unser Werk abschließen, möglichst umfassende undgründliche Untersuchungen angestellt, um dieselbe endgiltig zu be-seitigen.

*) In einer Urkunde des K. Friedrich I. v. 1162 werden, was wohlnicht zufällig geschehen, die Grafen Wezel v. Haigerloch und Heinrichv. Hurningen unter den Zeugen unmittelbar auf einander genannt. Siehein unfern Nachträgen zum angegebenen Jahr.

Alles dies und anderes findet sich in weiterer Begründung und Aus-führung in unserer Gesch. der Gr. v. Hohenberg Zollerischen Geblüts, welchewir nach Herausgabe der Gesch. der Pfalzgrafen von Tübingen im Jahr 1853auf Antrag des Grafen von Stillfried unter Zusicherung einer Subventiondes Königs von Preußen bearbeitet und nebst Urkundenbuch 1362 heraus-gegeben haben.