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Die Geschichte der Grafen von Zollern von der Mitte des 11ten bis Schluß des 12ten Jahrhunderts nach urkundlichen und sonstigen zuverlässigen Quellen
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von 1100 bis 1125 Dom propst von Straßburg, von 1112bis 1122 deutscher Reichskanzler war, und um IIISdas Kloster St. Märgen bei Freiburg im Breisgau ge-stiftet, daß also, nach dem Resultat der er st en Beilage,obiger Bischof auch nicht dem Grafen Hause Zollern ange-hört hat.

Im Jahr 1123 wurde Bischof Kuno von Straßburg durch Kaiser Hein-rich V. abgesetzt und unter dessen Einfluß von einem Teil des dortigen Dom-kapitels ein Bischof des Namens Bruno, zuvor Kanoniker in Bamberg, ge-wählt, welcher durch viele Anfechtungen in seinem Amte genötigt 1131 abge-getreten ist^°.

Bruno hieß zur Zeit der Erledigung des Straßburger Bischofsstuhlsim Jahr 1123 auch der dortige Domprobst und derselbe war daneben noch1122 des genannten Kaisers Kanzler für die deutschen Lande des Reichs. Sodarf man sich denn nicht wundern, daß man bis daher ganz allgemein in Ku-no's Nachfolger diesen Bruno, der die obgenannten zwei hohen Ämter bekleidetund den wir in der vorigen Beilage erstmals als ein Glied des damaligenGrafenhauses Zollern nachgewiesen, erkannt hat, daher es offenbar unsere Auf-gabe war, die Richtigkeit dieser anscheinend sehr zusagenden Ansicht genau zuprüfen. Dieselbe vertreten u. a. Krunckickisr in s. osuvrss inöclitos Bd. II.Strob el, ehemaliger Professor am Gymnasium in Straßburg, in seiner Ge-schichte des Elsaßes Bd. 1. S. 352; Mooper (in Minden!, der Herausgeberdes Totenkalenders von dem Straßburger Domstift (im Archiv des hist. Ver-eins für Unterfranken Bd. XIII. Heft 3 S. 79); der kürzlich verstorbene vor-malige Archivrat vr. Bader in Freiburg (s. das Freiburger Diöcesan-ArchivBd. II. S. 224) ; L. G. Glöckler, Pfarrer zu Stotzheim im Elsaß, in seinerGeschichte des Bistums Straßburg 1879 Bd. II. S. 18S, insbesondere auchE. Hegel, ordentliches Mitglied der hist. Kommission der Königlichen Aka-demie der Wissenschaften in München in den vom ihm 1871 herausgegebenenKroniken der Stadt Straßburg Bd. II. S. 1957. Aeltere Schriften über dieBischöfe von Straßburg wie die Straßburger Kronik von Königshofenund Wimpheling sprechen sich über des Bischofs Bruno Herkommen garnicht aus; Guillimann sagt S. 229 blos: »Iiuliso uuotorss c^ui IlruoonsmoriAins Luxonom tueiunt«.

Von obigen stimmen Glöckler und Hegel in soweit mit einander über-ein, als beide — sich auf den Ävnulistu Luxo berufend, — sagen, Bruno sei,bevor er Straßburger Bischof geworden, Domherr zu Bamberg gewesen,habe sich nach seiner Resignation auf den Straßburger Bischofsstuhl (1131) indas genannte Stift zurückgezogen und sei schließlich in hohem Alter als Mönchim St. Michaelskloster bei Bamberg gestorben, worin sie Krunckickior (osuvrssinöäitos II. S. 368) gefolgt sind. Betreffend den Todestag ihres StraßburgerBischofs und (?) vormaligen Reichskanzlers Bruno weichen sie aber in ihrenAngaben von einander ab, insofern Hegel auf Grund einer ganz unverdäch-tigen Quelle 6' sagt, Bruno sei am 19. Juli des Jahres 1162 gestorben,