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Die Geschichte der Grafen von Zollern von der Mitte des 11ten bis Schluß des 12ten Jahrhunderts nach urkundlichen und sonstigen zuverlässigen Quellen
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des hohenbergischen Grafenhauses, dort Schirmvogt und Hatto, wie den dortigenChorherren bekannt sein mußte, dieses Amt als ein „Recht" von seinen „Vor-dem" her überkommen wenigstens beansprucht, wie denn derselbe 1293 mitseiner Burg und Herrschaft Wieseneck, welche er gleichfalls von seinenAhnen ererbt, die Vogtei über das Kloster an einen Freiburger Patrizier,welchem dasselbe solches Amt auch übertragen, verkauft hat*).

Um Bruno's Geschlecht aufzufinden, haben wir somit zu den Ahnen deseben erwähnten Grafen Albert aufzusteigen; nun ist nach dem urkundlichfestgestellten Stammbaum, welchen wir unserer im Jahr 1862 erschienenen Ge-schichte der Grafen von Hohenberg zollerischen Stammes, zu deren Geschlechtabgedachter Albert ganz unzweifelhaft gehört, beigegeben, der nachweisbar äl-teste Ahnherr Ulberts dessen Urgroßvater des Namens Burkard, welcher inder Zeit von 1179 bis 1193 teils als Graf von Zollern teils als solcher vonHohenberg urkundlich vorkommt und unzweifelhaft dem Zollerstammangehört hat und unstreitig der Stifter der nach letzt er er Burggenannten Linie des Hauses Zollern " ist. Haben nun die Chorherrenvon St. Märgen, wie aus ihrem Konvent-Siegel hervorgeht, in ihrem StifterBruno auch einen Ahn der Hohenbergischen Grafen des 13. Jahrh. speziellihres Schirmvogts Albert erkannt, so ist jener, folglich auch dessen Bruder,Graf Adelbert von Wieseneck, dem Stamme entsprossen, vonwelchem obiger GrafBurkard ausgegangen, d. h. dem derGra-fen von Zollern, somit der Wiesenecker auch identisch mit demgleichnamigen Zoller und Haigerlocher Grafen. Und diesesResultat ist um so sicherer, als wir die Behauptung des vor Kurzem verstor-benen großherz. Badischen Archivrats Or. Bader, Bruno habe allerdingseinem Grafengeschlecht Hohenberg angehört, dieses aber im 11. Jahrh. nebendem Zollerischen als ein von diesem verschiedenes bestanden, in Anm. 79 alsdurchaus unhaltbar nachgewiesen haben.

Ist nun Bruno, der Stifter von St. Märgen, mit sei-nem Bruder, Graf Adelbert v. Wieseneck, dem Zoller-stamme entsprossen, so gehörte auch der gleichnamigedeutsche Reichskanzler unter K. Heinrich V. in den Jahren1112—1122, der nach S. 139 mit o bi g em Bruno identisch ist,zu den ältesten Ahnen der Höh enzoller n.

Zweite Beilage.

Beweis, daß der Straßburger Bischof Bruno von112 3 bis 1131 nicht identisch i st mit jenem Bruno, welcher

*) Siehe in unseren Non. UoüsnlzsrZion Nr. 47 und 135 abgedruckteUrkunden und oben in der Geschichte von St. Märgen.