Glöckler dagegen ohne zu sagen, woher er's entnommen, den 14. Mai *)als den Todestag desselben, das Jahr aber nicht angibt. Während aberandererseits Hegel die von dem Dompropst Bruno ausgegangene Stiftungdes Klosters St. Märgen sowie die Herkunft desselben nicht kennt, ist Glöcklerbeides, letztere wenigstens in soweit bekannt, als er sich ohne Zweifel auf dieAngaben von dranckickier in s. osuvrss inöckitss II. S. 35» stutzend sagt,Bruno, der (?) Bischof von Straßburg von 1123—1131, sei dem schwäbischenGrafenhause Hohenberg, welchem die Gemahlin des K. Rudolf I. (vonHabsburgl angehört, entsprossen. Hiemit hätte es nun allerdings seine Nich-tigkeit, wenn genannter Bischof identisch wäre mit dem Stifter von St. Märgeu.Dabei wird Glöckler bez. dranäiclisr aber von der richtigen Spur, Vruno'swahres Herkommen aufzufinden, dadurch abgelenkt, daß er unser unzweifelhaftvon dein Grafenstamm Zollern ausgegangenes Grafengeschlecht Hohenberg>s. unfern Beweis Anm. 78) von dem Grafen Hugo des Nordgau's und weiterhinauf von dem elsäßischen Herzog Atich ableitet.
Auf Autoritäten wie Hegel und Bader uns verlassend waren auch wirfrüher der Ansicht, der Bischof Bruno von Straßburg von 1123—1131 könnteein und dieselbe Person mit dem gleichnamigen Straßburger Dompropst unddeutschen Reichskanzler gewesen sein, somit wie dieser dem Grafenhause Zollernangehört haben. Als wir aber, um hierüber Gewißheit zu erlangen, die An-gaben Baders und Anderer einer gründlichen Prüfung unterwarfen, drängte sichuns immer mehr die Ueberzeugung auf, daß dieselben entschieden falsch sind.Für's Erste kann unser Bruno von Zollern schon aus folgenden Gründennicht identisch sein mit gedachtem gleichnamigem Bischof von Straßburg. Dieserstarb erst am 1». Juli 1162; jener wird aber in dem Verzeichnis der Straß-burger Kanoniker für das Ende des 11. Jahrh. unter 36 als der zwanzigsteangeführt (s. S. 83); nun zählt solches dieselben nach dem Dienstalter auf,somit kann Bruno nicht zu den jüngeren gehört haben. Im Jahr 11V», da erschon Dompropst und vollends 1112, als er noch dazu deutscher Reichskanzlergeworden, muß er jedenfalls das reife Mannesnlter erreicht haben. Ja mandarf im Hinblick darauf, daß er um 1115 zu seinem Seelenheil das KlosterSt. Märgen gestiftet und — wohl im Vorgefühl seines baldigen Todes —1125 dieses veranlaßt hat, sich unter den Schutz des päpstlichen Stuhls zustellen (s. S. 1»1), mit Recht annehmen, er werde damals bereits sogar insehr vorgerücktem Alter gestanden sein. Zu all' diesem kommt noch, daß B runo'sBruder Adelbert von Zo llern -Haigerloch-Wiesene ck schon um dasJahr 108» vorkommt und 1V98, da er sich anschickte als Mönch in das KlosterAlpirsbach einzutreten, dazumal wohl gleichfalls dem Greisenalter nahe gestan-den ist, ferner daß Wezel von Zollern (ß 1661) höchst wahrscheinlich ihr beiderVater gewesen, Bruno also spätestens in diesem Jahr geboren sein muß, end-lich daß gerade in dem Jahr 1162, da der vormalige Bischof B runo v. Straß-burg als Bruder im St. Michaelskloster zu Bamberg gestorben, Adelberts
"h Jedenfalls falsch, denn II. Hon. Naii ist der 6. Mai.