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Die Geschichte der Grafen von Zollern von der Mitte des 11ten bis Schluß des 12ten Jahrhunderts nach urkundlichen und sonstigen zuverlässigen Quellen
Entstehung
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des ersten Teils) als mütterlichen Großvater von Bur kard I. und Wezell.von Zollern (ff 1061) aufgestellt haben, von denen letzterer als Stifter deralten Haigerlocher Linie zu betrachten ist (Seite 47). Als der fast aus-schließlich in dieser herrschende Taufname erweist sich Wezel, die Verklei-nerung- (Kose-) form von Werner, und jener Graf Wezel, welcher desDompropsts Bruno Schenkung vermittelt hat und später wiederholt nachHaigerloch benannt wird, war ohne Zweifel dessen Neffe (s. im fünften Ab-schnitt). Hiernach weist uns bei Erforschung von unseres Straßburger Dom-propsts Bruno Herkommen obige urkundliche Notiz zu 1118 auf die im letztenViertel des 12. Jahrh. ausgestorbene Haigerlocher Linie des Hauses Zollernhin. Ganz zuverlässig und näher über dasselbe werden wir aber orientiertdurch eine Urkunde von 1036, welche ohne Bezeichnung des Standes einenBruno als Bruder eines Grafen Adelbert von Wieseneck (Burg beiFreiburg im Breisgau) aufführt. Siehe oben S. 48 u. Anm. 26. Erwägt mannun, daß, wie aus der obigen Geschichte von St. Märgen (s. S. 93 ff.) hervor-geht, dieses in der nächsten Umgebung der obgenannten Burg lag z Grund undBoden, auf welchem dasselbe errichtet, die Güter, mit welchen es begabt wor-den, des Stifters Eigentum waren und zur Herrschaft Wieseneck gehörten;endlich, daß die Schirmvogtei desselben noch im 13. Jahrh. erblich mit demBesitz der genannten Burg und Herrschaft Wieseneck verbunden war, so ist manvollkommen berechtigt, in Bruno dem Stifter von St. Märgen den gleichna-migen Bruder Gr. Adelberts von Wieseneck zu erkennen; nun wurde nachurkundlichen Zeugnissen (s. Anm. 37. 38) genanntes Kloster von dem StraßburgerDompropst und Reichskanzler Bruno gestiftet, folglich ist Bruno, des Wiesen-eckers Bruder, identisch mit dem gleichnamigen Kanzler K. Heinrichs V.

In dem 13. und den vorhergehenden Jahrh. war die Schirmvogtei von St.Märgen im Besitz des Grafengeschlechts, welches u. a. nach dem in der Zoller-schen Stammgrafschaft über den Scherragau gelegenen Schlosse Hohenbergbenannt wurde, auch hielten, gestützt auf Überlieferungen aus früheren Zeiten,die Chorherren von St. Märgen im 13. Jahrh. dafür, ihr Stifter sei diesemGeschlechts entsprossen, oder richtiger gesagt, er habe zu den Ahnen desselbengehört. Ihr Konvent-Siegel, beziehungsweise der noch erhaltene, im General-Landes-Archiv zu Karlsruhe verwahrte Stock desselben, eine Arbeit aus dem13. Jahrh., zeigt nämlich im Felde den Stifter in geistlichem Gewände mitheraufgeschlagener Kapuze, wie er knieend das Klostsr bez. die Kirche von St.Märgen der Mutter Gottes mit dem Jesuskinde darbringt; vor ihm ist zusehen der querzweigeteilte Schild, wie solchen das oben erwähnte GrafengeschlechtHohenberg v. 13. Jahrh. und bis zu seinem Erlöschen 1486 als sein Fa-milienwappen geführt, und im Siegelfelde steht zu lesen -lZrvno äs Hoben-llsrA t'vnäator-- ^). In der That hatte man zu obiger Zeit in St. Märgenallen Grund von diesem Herkommen des Stifters überzeugt zu sein, war doch inder zweiten Hälfte des genannten Jahrhunderts Albert, jenes berühmte Glied

*) Siehe die beigefügte Abbildung des Siegels.