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wieder die Feindseligkeiten gegen die Anhänger Heinrichs, zunächstgegen den Bischof von Münster, dessen Metropole nebst der ganzenUmgegend schrecklich verwüstet wurde, und im ganzen Sachsenlandeverwarf man die kaiserliche Investitur der Bischöfe. Dabei warauch in Süddeutschland ein Umschlag zu Heinrichs Nachteil einge-treten, denn als dieser im März des obgenannten Jahres vonRegensburg aus eine Rundreise durch Baiern und Schwaben an-trat und Ende des April nach Konstanz kam, hatte sich BischofUlrich, ehedem unseres Bruno Freund ss. S. 96), welcher vordemlange Zeit dem kaiserlichen Hoflager in Italien gefolgt war, mitseinen Klerikern aus der Stadt gefluchtet, nur um nicht mit demGebannten in Berührung zu kommen. Auch auf dieser FahrtHeinrichs, welche durch die Heimat unseres Bruno führte, begleitetedieser mit seiner ambulanten Kanzlei den Kaiser, denn man siehtihn am 25. März 1121 in Regensburg seines Amtes walten
Bei diesen Fortschritten, welche die kirchliche Partei im Sachsen-lande und selbst in Schwaben, dessen Herzog doch bis daher dertreueste Anhänger des Kaisers gewesen, gemacht, glaubte Adelbert,es sei nun der günstige Zeitpunkt gekommen, denselben zu beseitigen.Sein Plan scheiterte aber an dem Widerstande der von ihm indieser Absicht nach Fulda zusammenberufenen Fürsten und hatteandererseits Heinrich von der Notwendigkeit überzeugt, diesen seinenHauptgegner nebst Anhang mit Waffengewalt zu zwingen, seineOpposition gegen das kaiserliche Regiment aufzugeben. Nach Pfing-sten 1121 wurde ein Reichsheer zusammengezogen, zu dem dieHerzoge von Baiern, Schwaben und Zähringen, der PfalzgrafOtto von Wittelsbach und ein Teil des lothringischen Adels, sowiedie Bistümer Wirzburg und Bamberg namhafte Haufen Streitergestellt hatten. Überdies gebot Heinrich am Mittelrhein über dieansehnlichen Städte Straßburg, Speier und Worms, aus denendie kaiserfeindlichen Bischöfe vertrieben worden waren und die ihmals Stützpunkte für seine Operationen gegen Mainz dienten. Denndieser Stadt, deren Bürger sich wieder einmal gegen den Kaiser er-klärt hatten, galt der erste Angriff des Neichsheeres, mit welchem der-selbe vom Elsaß her gegen dieselbe anrückte, um sie zunächst von allenSeiten einzuschließen. Zu derselben Zeit aber — nach der Mittedes Juni 1121—rückte Adelbert aus Sachsen zun: Entsatz von
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