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Umschlag zu dessen Gunsten eingetreten, denn in Goslar hießenihn nicht nur die Einwohner willkommen, sondern auch die ange-sehensten Fürsten des Landes stellten sich an seinem Hofe ein. Eswaren zum Teil dieselben Männer, welche Heinrichs Anhänger amWelfesholze geschlagen hatten, in erster Linie Herzog Lothar.Selbst Erzbischof Friedrich von Köln erschien nun am kaiserlichenHofe zu Goslar. Wichtige Verhandlungen, bei denen man sich übereine Waffenruhe in Sachsen einigte, wurden zwischen denselben unddem Kaiser gepflogen. Auch hierbei war unser Bruno thätig, dennman sieht ihn am 21. Jan. 1120 eben in Goslar seines Amtesals deutscher Reichskanzler warten^. Er hatte also auch HeinrichsFahrt von Mastricht nach Köln, Münster und in das östliche Sachsenmitgemacht. Die meisten sächsischen Bischöfe hielten sich indes vondem Kaiser fern, denn sie standen ganz nnter dem Einfluß Adel-berts von Mainz, der fortfuhr, die kaiserliche Partei zu bekämpfen,wiewohl die sächsischen Fürsten, welche in Goslar mit Heinrick)über eine Waffenruhe sich geeinigt, und der Trierer Sprengel ihnaufgefordert hatten, in Worten und Thaten nichts mehr gegen denKaiser zu unternehmen. Und dieser gewann durch seine Nachgiebig-keit und kluge Benützung der Verhältnisse auch anderwärts Erfolge.So trat, als er nach Ostern in Wirzburg Hof hielt, dessen BischofErluug wieder auf seine Seite, nachdem ihm die Rückgabe derentzogenen Grafenrechte in seinem Sprengel zugesagt worden war.Auch in Wirzburg trifft man unfern Bruno in des KaisersUmgebung Nun fühlte sich Adelbert in Mitteldeutschland selbstin seinem Mainz nicht mehr sicher und floh zu seinen Kollegenund Gesinnungsgenossen in das Sachsenland.
Wie Kaiser Heinrich also wieder Boden gewonnen und seinAnsehen sich gehoben, so gelang es auch Calixtus, der anfangsJuni 1120 nach Rom zurückgekehrt war, dort den Klerus, Adel unddas Volk auf seine Seite zu ziehen, Burdinus (Gregor VIII.), denvon Heinrich aufgestellten Gegenpapst, zu stiirzen und in seine Ge-walt zu bekommen, worauf derselbe schließlich als Mönch in einitalienisches Kloster gesteckt wurde. Die Kunde von den großenErfolgen des Calixtus in Italien ermutigte abermals die kirchlichePartei in Deutschland. Im Anfang des Jahres 1121 eröffneteHerzog Lothar von Sachsen mit mehreren Herren des Landes