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Die Geschichte der Grafen von Zollern von der Mitte des 11ten bis Schluß des 12ten Jahrhunderts nach urkundlichen und sonstigen zuverlässigen Quellen
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Zerstörung im dreißigjährigen Kriege nur noch ein Turm vor-handen ist, der, ausgebessert, noch eine herrliche Rundsicht ge-währt. Die Mönche des versetzten Klosters lebten, entsprechendder ursprünglichen Stellung des Gotteshauses in Weilheim alsKolonie und Tochter von Hirsau, nach der dort eingeführten stren-gen Regel des HI. Benedikt, bekannten sich wie die Hirsauer zuPapst Gregors VII. Grundsätzen, wirkten für deren Anerkennungund Verbreitung. Herzog Bertold II. fügte zu den Besitzungen,welche dasselbe in und um Weilheim und anderwärts besessen,noch andere im Breisgau, zeichnete es auch dadurch aus, daß eres zur Grabstätte seines Hauses bestimmte. Und bald nach seinemTode eigneten seine Söhne dem Kloster in einem weiten Umkreis,welcher u. a. bis in die Nähe der Burg Wieseneck reichte, Grundund Boden mit allem was dazu gehörte^). Freilich war es meistWald und ungebautes Land, aber die Jünger des hl. Benediktbetrieben ja neben den religiösen Hebungen, welche ihre Regel vor-schrieb, außer der Kultur des Geistes durch Pflege der Künste undWissenschaft auch die des Bodens.

Um 1115, jedenfalls zu einer Zeit, da St. Peter seit Jahrenbestanden^), gründete unser Straßburger Dompropst Bruno aufseinem eigenen Grund und Boden, bei dem heutigen Orte St. Märgenalso, wie bereits bemerkt worden, nur eine Stunde von St. Peterentfernt, auch eine geistliche wenigstens klosterähnliche Anstalt, derenGebäude, den Bruderhof mit Kapitelsaal, gemeinsamem Speise- u.Schlafsaal nebst Kirche und den nötigen anderen Gelassen er aufseine eigenen Kosten errichtete. Seiner politischen Stellung alsdeutscher Reichskanzler unter Kaiser Heinrich V. entsprechend be-stimmte er seine Stiftung aber nicht für den Benediktiner-Orden,

ch Laut Urkunde v. 27. Dez. 1112 Uotuluo Zanpetrinuo im FreiburgerDiöcesan-Archiv Bd. XV. S. 124. 180.

Als 1121 ss. d. Urkde. bei Schöpflin biet. AarinZ. Lad. V. S. 61)die Grenzstreitigkeiten zwischen St. Peter und St. Margen »taiuZsm« beige-legt wurden (s. unten), waren länger andauernde gegenseitige Feindseligkeitenvorausgegangen, was auch nach dem, wie der Vorsteher von St. Märgen inUrkunde von 1120 (Neugart, eod. clipl. .View. Bd. II. S. 49) die große Notseines Stifts schildert, angenommen werden muh. Die Angabe in Neugarts exiso.coust. II. S. 25, Bruno habe ein Jahr vor der Grenzberichtigung also 1120St. Märgen gestiftet, ist daher sicherlich falsch.