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Leben gemacht haben, so muß man annehmen, daß die Pfründen, welchesie genossen, mit andern Worten, daß der Güterbesitz, das Einkommendes Domstifts schon zu Bruno's Zeiten sehr ansehnlich gewesen, auch,wie schon aus den uns zufällig überlieferten urkundlichen Nachrichtenhervorgeht, wirtlich der Fall war. Zuvörderst sind im allgemeinen zuunterscheiden: Güter, beziehungsweise Einkünfte, welche für dengemeinschaftlichen Unterhalt des ganzen Domstifts bestimmt waren,sodann solche, welche speziell dem Propste, einem Offiziaten (Dekan w.)oder sonst einzelnen Mitgliedern zukamen, endlich solche Güter,von deren Ertrag Jahrstagstiftungen gemacht worden, d. h. denKanonikern an gewissen Tagen besondere Gaben an Speisen und Ge-tränken gereicht wurden, und derselben waren es nicht weniger als 180.
Außer den Höfen, Häusern, Hofstätten, Gärten zc. des Dom-stifts in der Stadt und Vorstadt Straßburg hatte dasselbe mancher-hand zum Teil sehr ansehnliche Besitzungen in den umliegendenund anderen elsäßischen Ortschaften. So in Geispoltzheim(hier einen Herrenhof), Enzheim (u. a. vier Bauernhöfe), Schef-folsheim(zwei Bauernhöfe), Wolxheim(sechs Höfe), Düppich-heim (44 Huben *) nebst einer Kapelle), Wendenheim (ein Hof),B e rsch(hier war das Domstist die Grundherrschaft), Scherweiler(ein bedeutendes Gut und abwechselnd das Kirchenpatronat Will-gottheim (dreiHöfe und andere Güter namentlich Weingärten^)in Hart Hausen südw. v. Hagenau (die Kirche und drei Höfe);in Lothringen das Königsgut Wittersheim bei Finstingen;in den breisgauischen Ortschaften Forchheim und Endingen(Aecker, Weinberge, Wiesen w.); in der Ortenau (um Offenburg)fünfzehn Bauernhöfe ff), welche in 7 Ortschaften lagen. Ueber die
ch Meist soviel als rnansus (Hof, Bauernhof), ein Besitztum, das nichtunbedeutend gewesen sein kann, wenn K.Ludwig der Fromme317 bestimmte, daß zu jeder Kirche ein -rnansus- gehören sollte.
Das Nähere siehe in Bruno's Leben als Dompropst.
555) Der Domherr, von welchem dieses Besitztum zu Lehen ging, mußtezu den zwei Gerichtstagen, die der Maisr nach Johannis- und Martinstag ab-zuhalten Hatto, von dem Lehensinhaber mit 6 Pferden abgeholt und reichlich be-wirtet werden.
st) Jeder derselben hatte an Weihnachten und Ostern 12 Brode eine Ellelang und ebenso breit, 8 Schulter (Bug) von einjährigen Schweinen, ein SeidelBier — nach einer Urkunde von 1119 gleich '/s Ohm — u. a. m. zu liefern.