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Die Geschichte der Grafen von Zollern von der Mitte des 11ten bis Schluß des 12ten Jahrhunderts nach urkundlichen und sonstigen zuverlässigen Quellen
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Pfründen der Straßburger Domherren und deren Verhältnis zuden Lehensinhabern der Güter, von welchen jene gereicht wurden,ist uns in Betreff eines Hofes in Broggingen (Gr. Bad. A.Ettenheim), welcher dem Domstift gehörte, eine interessante Spe-zialität urkundlich überliefert. Von demselben mußte nach demVertrag, welchen der Stiftspropst Adelgot, Brunos Nachfolger,1129 mit dessen Träger abgeschlossen, dieser dem Stift an Martins-tag dreißig Viertel *) reinen Weizen, zwanzig Viertel Korn undzwei Karren Wein liefern. Würden die bedungenen Lieferungennicht an den festgesetzten Tagen erfolgen, so hätte der Lehensträgerdes Hofes zwei Schilling Strafe zu bezahlen, erfolgte die Leistungdennoch nicht, so sollte demselben zwar eine dreimalige Frist von14 Tagen bewilligt, nach deren erfolglosem Ablauf aber der Hofauf immer abgenommen werden. War der Domherr, zu dessenPfründe der Hof gehörte, mit Tod abgegangen, so hatte der Lehens-inhaber desselben dessen Nachfolger einen Karren Wein zu spenden,diesen mit wenigstens sechs Pferden auf den Hof abzuholen, dortüber Nacht zu beherbergen und zu verköstigen, den andern Tagaber ihm den Eid der Treue zu leisten. — Endlich hatte dasStraßburger Domkapitel auch namhafte Besitzungen in Ebrachwestlich von Winterthur (Schweiz), welche es von dem Dom-herrn Hunsrid, Sohn des Grafen Lütold v. Wülflingenund nachmaligen Erzbischof von Raven na (ff 1051), erhalten.In den Genuß von bedeutenden Rechten und Einkünften war es end-lich dadurch gekommen, daß ihm (1061) das reiche elsäßische KlosterHug es Hosen, welches von dem Hause der Grafen von Orten-berg-Hurningen (s. im 1. Teil S. 66) gestiftet worden, sowie dasSt. Leonhardskloster bei Borsch einverleibt worden. In Betreffdes ansehnlichen Stiftsguts Herzu ach bei Basel siehe oben S. 84.

*) Wäre ein solches Viertel 2 preußische Scheffel gewesen, wie es dieViertel (vom Kornmaß) gewesen, von denen der Herausgeber der StraßburgerChroniken v. 1871 Bd. II. S. 1910 spricht, so wären dies starke Lieferungengewesen.