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reits erreicht hatte (s. S. 53) so war er im Jahr 1061 jedenfallsso alt, daß der erschütternde gleichzeitige Tod von Vater und Oheimauf ihn einen tiefen, unauslöschlichen Eindruck hat machen können.Da mögen, als er in ein höheres Alter vorgerückt war und in Folgeder Zeitverhältnisse und Wandlung mancher seiner Standesgenossenandere Lebensanschauungen gewonnen hatte, bei der Erinnerungan das tragische Schicksal derselben verschiedene ernste Gedankenin ihm aufgestiegen sein. Er mag darin ein göttliches Strafge-richt erkannt haben für die Fehde, welche dieselben zur Erweiterungihrer Macht unternommen, bei der es auf ihrer und des GegnersSeite noch manch' anderes Menschenleben gekostet, auch nach derdamaligen Kriegsführungsweise Gräuel und Verwüstung eine Rollegespielt haben. Das also vom Vater und Oheim begangene Un-recht wieder gut zu machen, sie ans den Qualen des Fegfeuerszu erlösen, dazu mußte ihm nach dem Geiste seiner Zeit die Stif-tung eines Klosters als das geeignetste Mittel erscheinen. Damitglaubte er zugleich am besten für sein eigenes Seelenheil sorgenund sich eine Staffel in den Himmel bauen zu können, denn indem Parteihader, an welchem er seiner Zeit Teil genommen, hatteauch er sicherlich manche Sündenschuld auf sich geladen.
Dabei dachte er an den zwischen hohen bewaldeten Bergenin einem Kessel des Kinzigthales gelegenen Ort Alpirsbach(K. W. O.A. Oberndorf) als ganz geschaffen zum Aufenthalt fürMenschen, die in stiller Abgeschiedenheit von der Welt ihrem Gottedienen wollten ^), welcher damals aber doch nicht mehr eine schauer-liche Wildnis gewesen, denn derselbe war bereits bewohnt undteilweise sein ererbtes Eigen. Und bei der herrschenden Stimmungseiner Zeit gewann er auch unschwer die übrigen Besitzer des-selben^) zur Teilnahme an dem von ihm beabsichtigten frommenWerke. Es waren dies zunächst der edelfreie Herr Notmann
*) Die sogenannte Stiftungs-Urkunde sagt eingangs, die Stifter hättenAlpirsbach für einen Ort gehalten, in dein die dort sich sammelnden frommenBrüder »sing psrimdations ckomino xrsvalsrsnb tninulari«.
**) Eine Vermutung über den gemeinsamen Besitz v. A. hat Glatz a, a. O.S. 19 f. aufgestellt; v. Stillfried meint, derselbe werde darauf zurückzuführensein, daß die drei Stifter von calwischen Müttern herstammen, was wir we-nigstens von A. v. Z. sehr wahrscheinlich gemacht haben. Siehe S. 4L s.