Siebzehnter Abschnitt.
Friedrichs Beziehungen zu Böhmen und zu Siegmundbis zu dessen Tode.
Obgleich König Siegmund, das ganze Jahr 1427 hin-durch, so wie noch im Jahre 1428, in den untern Donau-ländern mit deren Schutze gegen die Türken beschäftigtblieb; so wurden doch im Römischen Reiche wieder ernsteUnternehmungen gegen die Hussiten vorbereitet. Die Kur-fürsteneinung schien endlich ihre im Jahre 1424 bekunde-ten guten Vorsätze bethätigen zu wollen, durch eine großeMaßregel, in deren Betriebe sich der Markgraf Friedrichvorzüglich thätig erwies.
Schon im Beginn des Jahres 1427 versammelte er,mit den Bischöfen von Würzburg und Bamberg, zahlreicheRitterschaft zu Bamberg, wo sich am 15. Januar die St.Georg-Rittergesellschaft gründete. Eigens nur zum Kampfegegen die ungläubigen Böhmen gestiftet, hoffte sie, unterdem unsichtbaren Schutze der heiligen Jungfrau und St.Georgs, deren Bildnisse die von ihr angenommene Fahneverherrlichen sollten, wie dieser des Lindwurmes, der Hus-sitischen Ketzerei mächtig zu werden. Die Mitglieder ver-sprachen, sich zum 15. Juni zu Eger kampfgerüstct zu ver-