Dritter Abschnitt.
Besitznahme der Mark.
Mit dem Monat Mai 1412 waren Friedrichs dringendsteGeschäfte in Franken endlich so weit beseitigt, daß er indie Mark aufbrechen konnte. Am 30. Mai stellte er nochzu Kadolzburg eine Urkunde aus': am 21. oder 22. Juniritt der Burggraf bereits in Brandenburg, die alte Haupt-stadt des Landes, ein, an der Spitze eines zahlreichen undglänzenden Gefolges-. Denn außerdem, daß ihn eine statt-liche Schaar Fränkischer Mannschaft begleitete, der sich Män-ner, wie Graf Johann von Hohenloh, angeschlossen hatten,waren auch die Herzöge Rudolph und Albert von Sachsen,so wie die Grafen von Schwarzburg, zu deren Familie derdamalige Erzbischof von Magdeburg gehörte, hingezogen, umden Burggrafen in das seiner Herrschaft anvertranete Landwürdig einzuführen
Seine allseitige Anerkennung zu erwirken, etwaige Ein-wendungen wenigstens in einer Verhandlung zu beseitigen,
1) 8. v. Leiiiitö, L!oip. Nist. II, 1t>3. 104.
2) dml. III, I, 47.
3) LcliöppeneM'onM, IVnstei^vit^ n. HaUti!?. Im^I.c?oa. I, IX, 88.
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