Sechster Abschnitt.
Demüthigung des schloßgrsessenen Adels in der Mari:.
Die Märkischen Edelleute, die sich dem Burggrafen imApril 1413 unterworfen hatten, werden von den älternChronisten beschuldigt, sie hätten den Eid, welchen sie ihmleisteten, da sie huldigten, nicht aufrichtig gemeint unddaher auch nicht gehalten. Es sei eben so wenig ihre Ab-sicht gewesen, die Pfandbcsitznngcn jemals heraus zn geben,deren Auslösbarkeit sie dem Burggrafen zugestanden, alsihn: überhaupt zu gehorchen. Verwegenen Muthes hätten:sie vielmehr sich vermessen, ungeachtet der äußern Aner-kennung des Burggrafen als Laudesverwesers, ihre alteUngebnndenheit und Willkürhcrrschaft ungestört fortsetzen zukönnen
Leider bestätigen die Ereignisse diese Annahme. Schonder Zug nach Trebbin ließ den Burggrafen wahrnehmen,daß die Qnitzows und ihre Anhänger, wenn sie ihm gleichdie Hceresfolge auf diesen: Kriegszuge zu leisten nicht ver-sagen konnten, doch keiueswcges gesonnen waren, seiner lan-desherrlichen Auetorität gebärend zn achten.
Wir kennen den Frieden, welchen Burggraf Friedrich
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