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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
Entstehung
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Zwanzigster Abschnitt.

Friedrichs Persönlichkeit und Nachkommenschaft.

Dos Aeußcre des Fürsten ist zwar von späterer Hand vielbeschrieben und gezeichnet; doch gehören diese Beschreibun-gen und Abbildungen größteutheils nur der Phantasie an.Den gleichzeitigen Darstellungen auf Siegeln und in Hand-schriften geht die Genauigkeit eines Portraits sichtbar ab.Die erste Abbildung, die als gleichzeitig betrachtet und welcherPortraitähnlichkcit zugeschrieben werden kaun, ist erst in derneuesten Zeit auf der Thür eines Altarschreines in derKirche zu Kadolzburg aufgefunden und in des Freiherrnvon Stillfried Alterthümern und Kunstdenkmalen des Hau-ses Hoheuzollern sorgfältig nachgebildet.

Friedrich und seine Gemahlin Elisabeth sind ans denFlügelthüren dieses Altarschreincs in reich verzierten durchihre Wappen bezeichneten Betstüleu mit zum Gebete aufge-hobenen Händen knicend abgemalt. Der Markgraf erscheintnach diesem Gemälde als eine kräftige männliche Gestaltvon mittlerer Größe, mit starkem, dunklem Haupthaar, dasihm hinten bis zum Nacken herabhing, mit rundem, vollem,etwas breitem Gesicht von sehr mildem, wohlwollendemAusdruck, großen offenen Augen mit durchdringendem Blick