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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
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sammeln; während die Fürsten dafür sorgen sollten, daß zudiesem Zeitpunkte auch das ganze Reich sich zum Kampfegegen Böhmen erhebe.

Auf Reichstagen, welche sich demnächst, am 9. Februarzu Mainz und im April und Mai zu Frankfurt, versam-melten, wurde dann auch ein allgemeiner Feldzug gegenBöhmen beschlossen, jedem sein Contingcnt zugeschriebenund der Operationsplan entworfen. Böhmen sollte dar-nach an einem Tage, am 29. Juni, von vier verschiede-nen Seiten durch vier besondere Heere angegriffen werden:durch ein Heer ans den südwestlichen Theilen Deutschlandsunter einem der geistlichen Kurfürsten, durch ein Sächsisch-Meißnisch-Thüringisches Heer unter dem Befehle des Kur-fürsten Friedrich von Sachsen, durch ein Ocsterreichisch-SalzburgischeS Heer unter dem Befehle des Herzogs Al-brecht von Oesterreich, so wie von Osten durch ein Heer,das ans Schlesien, ans der Oberlansitz und aus Preußenvon dem Deutschen Orden erwartet wurde.

Unter den verschiedenen Abtheilungen, woraus daserste von diesen Heeren bestand, sollte Markgraf Friedrich,als Burggras von Nürnberg, mit den Bischöfen von Bam-berg und Würzburg, den Herzögen von Baicrn, dem Gra-fen von Wirtembcrg und mit den übrigen Fränkischen undSchwäbischen Grafen, Herren und Rittern eine Abtheilungbilden. Die Mark Brandenburg unter dem jungen Mark-grasen Johann, wurde einem andern Heereshaufen zuge-theilt, dem das Erzbisthum Magdeburg, die BisthümerHildesheim und Halbcrstadt, so wie die Herzöge von Brann-schweig, Pommern und Mecklenberg angehörten. Jeder